GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Bei den Betriebsratswahlen in den Eisenbahnverkehrsunternehmen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) leichte Mandatszuwächse erzielt, musste aber trotzdem an einigen Stellen den Verlust von Mehrheiten in Wahlbetrieben hinnehmen. ... mehr

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

GDL Aktuell - Telegramm - 29.07.2013

„Der Lokomotivführer ist weder ein Störfaktor, noch macht er ständig Fehler!“ Mit diesen Worten weist der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky die Aussage des Berliner Professors für Bahnsysteme Peter Mnich im ZDF heute journal zurück, dass der Mensch der größte Störfaktor in modernen Bahnsystemen sei. Dort solle man voll auf die Technik setzen.

"Jeder praxiserfahrene Eisenbahner weiß aber, dass dies nur rein theoretisch und unter realitätsfernen Bedingungen möglich ist. Hier wird im Zusammenhang mit dem tragischen Eisenbahnunfall in Spanien pure Effekthascherei betrieben und der Eindruck vermittelt, in vollautomatischen Systemen gäbe es keine Unfälle mehr", so der GDL-Bundesvorsitzende. Damit werde auch von der Tatsache abgelenkt, dass die kontrollierende Technik an der Unglücksstelle schon mal nicht oder nur unzureichend vorhanden war. Weselsky: "In der Praxis ist und bleibt der Mensch der entscheidende Faktor, weil er die Technik schafft und nicht umgekehrt. „Es ist eben nicht so, dass die Technik, die Züge führt, wie Mnich behauptet, sondern es sind einzig und allein die Lokomotivführer“, so Weselsky und weiter: „Zwar unterstützt und kontrolliert die Technik die Tätigkeit des Lokomotivführers – und das ist auch gut und richtig so, weil es die Sicherheit des Systems erhöht.“ Die GDL setzt sich deshalb für noch bessere und vor allem komplettierte Technik im Netz und in den Eisenbahnfahrzeugen ein. „Das wichtigste für den Transport auf der Schiene ist und bleibt in der Praxis aber ein hoch qualifizierter und verantwortungsbewusst handelnder Lokomotivführer, weil nur er auf die vielfältig und unvorhersehbaren Ereignisse reagieren kann und bei Technikausfall trotzdem noch die Züge führt“, so der Bundesvorsitzende.


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