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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Fortbildung für KiN

Projekt webbasiertes Training

GDL Aktuell - Voraus Artikel - 10.05.2011

Durch neue Trainings- und Lernformen soll der Fortbildungs- und Informationsprozess jetzt auch für Kundenbetreuer im Nahverkehr (KiN) verbessert werden. Hierzu wird bei der DB Regio AG voraussichtlich ab Juni 2011 in den Regionen Nord, Nord-Ost, Baden-Württemberg und Westfranken das Pilotprojekt „Webbasiertes Training“ (WBT), also Fortbildung im Internet gestartet.

Zur Durchführung der Trainings erhalten die KiN mobile Endgeräte mit Internet-/Intranetanbindung - einem i-Pad vergleichbar - über die sie schnell und einfach Zugriff auf die fortbildungsrelevanten Informationen und Dokumente haben. Darüber hinaus sollen die Geräte unter dem Stichwort „digitaler Wissensspeicher“ genutzt werden, um Handbücher und weitere Unterlagen zu speichern, die ein KiN bei der täglichen Arbeit braucht. Damit würden sich der Papier- und der logistische Aufwand für den Arbeitgeber wesentlich verringern und die Mitarbeiter müssten nicht länger schwere und unhandliche Papiermengen mit sich führen.

Mehr Raum für Servicethemen

Die DB Regio AG verspricht sich von dem Projekt vor allem eine Stärkung des Dienstleistungsgedankens. So sollen die durch das WBT entstehenden freien Ressourcen genutzt werden, um im Präsenzunterricht deutlich stärker als bisher Servicethemen zu vermitteln. Zugleich soll das WBT individuelle Gestaltungsspielräume im Lernprozess eröffnen. Die Vorteile für die KiN bestehen unter anderem in folgenden Punkten:

  • Treffsichere Informationen („nur was mich angeht“),
  • stärkere Fokussierung des Präsenzunterrichts auf Verhaltenstrainings,
  • schnelles Auffinden von Infos vor Ort (zum Beispiel durch die Suchfunktion),
  • Lernort und -zeit sind vom Lernenden flexibel wählbar sowie
  • eigenes Lerntempo.

Die GDL befürwortet sowohl die Durchführung des webbasierten Trainings als auch das Konzept des digitalen Wissensspeichers. Allerdings muss das WBT ein Ergänzungsangebot bleiben und darf nicht zu einer Einschränkung des weiterhin dringend benötigten Präsenzunterrichts führen.
Das WBT kann aus Sicht der GDL bei den folgenden Aspekten Verbesserungen bringen:

  • Stärkung des individuellen Lernens,
  • Verbesserung bei der Nachhaltigkeit des im Präsenztrainings erworbenen Wissens und
  • Hilfe bei der Bewältigung des auch in Zukunft notwendigen und größer werdenden Lernstoffes.

Eine Herausforderungen stellt allerdings das Selbststudium dar: Bei dieser Lernform ist besonders darauf zu achten, die Wissensinhalte attraktiv aufzubereiten, um die Motivation der Lernenden dauerhaft sicherzustellen. Außerdem sollte den Teilnehmern zur Beantwortung inhaltlicher und technischer Fragen über eine Hotline stets ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen.