Die GDL setzt sich ein für ...

... eine leistungsorientierte Bezahlung
... eine qualifizierte Weiterbildung
... hohe Sicherheitsstandards
... faire Wettbewerbsbedingungen

GDL-Position zur Verkehrspolitik

Mehr Mittel für die Schiene

Die GDL tritt für eine grundlegende Wende der bisherigen Verkehrspolitik ein. Nur wenn gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen den Verkehrsträgern Straße und Schiene geschaffen werden, ist der drohende Verkehrsinfarkt zu vermeiden. Die GDL fordert daher den Gesetzgeber auf, die strukturellen Benachteiligungen der Bahn aufzuheben.

Wegekosten müssen gerecht angelastet werden!

Während der Güterverkehr auf der Straße nur zu 66 Prozent die Wegekosten deckt, muss die Bahn diese komplett aus der eigenen Tasche bezahlen. Die GDL fordert den Bund auf, die Bahn von den Wegekosten zu entlasten. Daneben verursacht jeder Tonnenkilometer eines Lkw Kosten bis zu 14,7 Cent durch ökologische Schäden. Die GDL ist der Ansicht, dass die Anlastung aller verkehrsbedingten Kosten nach dem Verursacherprinzip ein elementarer Bestandteil einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik sein muss.

25 Cent Lkw-Maut!

Die GDL setzt sich deshalb für eine Lkw-Maut von 25 Cent pro Kilometer ein. Die von der Bundesregierung beschlossene durchschnittliche Erhebung von 14 Cent pro Kilometer kann nur ein Einstieg sein. Langfristig wird damit keine nennenswerte Verkehrsverlagerung erzielt, denn durch sparsamere Fahrmotoren werden die Speditionen diese finanziellen Belastungen kompensieren. Darüber hinaus muss durch geeignete Maßnahmen verhindert werden, dass es zu Ausweichmanövern der Speditionen auf Bundes- und Landstraßen kommt. Die GDL setzt sich für eine Ausdehnung des Lkw-Maut auf Bundes- und Landstraßen ein. Darüber hinaus fordert die GDL, dass die Einnahmen aus der Lkw-Maut ausschließlich für die Schiene eingesetzt werden.

Öko-Steuer belastet die Bahn erheblich

Die Bahn führt Jahr für Jahr Millionenbeträge an Ökosteuer ab. Die GDL ist der Ansicht, dass die Bahn als unweltverträglichstes Verkehrsmittel nicht mit Ökosteuer belastet werden darf.

Halbierter Mehrwertsteuersatz für Bahntickets!

Kunden der DB AG müssen jährlich rund weit mehr als eine Viertel Milliarde Euro an Mehrwertsteuern bezahlen. Im Fern- und Güterverkehr liegt der Mehrwertsteuersatz bei 16 Prozent. In den meisten europäischen Ländern müssen die Bahnen dagegen nur den halbierten Mehrwertsteuersatz abführen. Bis zu zehn Prozent könnten die Fahrkarten billiger werden, wenn die Mehrwertsteuer halbiert werden würde – und der Ticketpreis ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Verkehrsmittels. Die GDL setzt sich deshalb für eine Halbierung des Mehrwertsteuersatzes ein.

Mineralölsteuer muss halbiert werden!

Die deutschen Bahnen müssen als einzige Bahnunternehmen in Europa den vollen Mineralölsteuersatz abführen. Dies macht bei der DB AG merh als Millionen Euro pro Jahr aus. Im Luftverkehr ist der Treibstoff sogar gänzlich von der Kerosinsteuer befreit. Die Mineralölsteuer für die Bahnen muss halbiert werden!

Die GDL stellt sich nicht gegen den Wettbewerb

Zur Zeit befahren rund 360 Schienenverkehrsunternehmen das deutsche Streckennetz - und es werden immer mehr. Der Wettbewerb nimmt zu. Die GDL ist schon lange keine Hausgewerkschaft der Deutsche Bahn AG mehr. Sie ist in mehr als 60 Unternehmen Tarifpartner.
Die GDL stellt sich nicht gegen den Wettbewerb. Schon Mao Tse-Tung hat erkannt: "Der Mann, der den Wind der Veränderung spürt, sollte keinen Windschutz, sondern eine Windmühle bauen." Nur nach diesem Motto kann eine Verkehrsverlagung auf die Schiene erfolgen. Dazu müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen.



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