Die GDL setzt sich ein für ...

... eine leistungsorientierte Bezahlung
... eine qualifizierte Weiterbildung
... hohe Sicherheitsstandards
... faire Wettbewerbsbedingungen

GDL-Position zur Tarifpolitik

Gute Entlohnung des Zugpersonals in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen

Am 9. März 2008 hat die GDL die längste Tarifauseinbandersetzung in ihrer Geschichte erfolgreich bestanden und mit der Deutschen Bahn erstmals einen eigenständigen Tarifvertrag abgeschlossen. Sie dauerte zwölf Monate und war wohl der härteste Auseinandersetzung in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Damit hat sie den Grundstein für den Flächentarifvertrag für Lokomotivführer BuRa-LfTV gelegt, der mittlerweile für 97 aller Lokomotivführer in Deutschland gilt. Für 97 gilt somit: faire Löhne bei fairem Wettbewerb.

Zusätzlich hat die GDL mit dem BuRa-LfTV wichtige soziale Themen geregelt. So werden nun Lokomotivführer bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit vor Arbeitslosigkeit geschützt. Außerdem gibt es in vielen Eisenbahnverkehrsunternehmen einen geregelten Übergang nach einer verlorenen Ausschreibung zum neuen Betreiber. Wurde bisher eine Ausschreibung von einem anderen Unternehmen gewonnen, waren die Lokomotivführer des bisherigen Betreibers von Arbeitslosigkeit, zumindest aber von Versetzung bedroht. Das neue Unternehmen musste dagegen mühevoll neues Personal suchen. Außerdem mussten Lokomotivführer, die von einem neuen Betreiber übernommen wurden, bisher stets Einkommenseinbußen hinnehmen. Das gehört nun in den meisten Unternehmen der Vergangenheit an.

Die GDL schließt in vielen Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarife für das gesamte Zugpersonal, bisher aufgrund des Grundlagentarifvertrags jedoch nicht bei der DB. Das will die GDL mit ihrer Kampagne "Gemeinsam ZugKunft bewegen" beenden. Ende 2013 läuft dieser Tarifvertrag aus. Hat die GDL bis dahin genügend Zugbegleiter organisiert, kann sie auch für diese Berufsgruppe Tarife schließen.


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