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Bezirksjugend Nord-Ost



Mangelnde Kommunikation zwischen JAV und Arbeitgeber

Wie Ihr Auszubildenden vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es für Euch eine Art Betriebsrat kurz „JAV“ (Jugend- und Auszubildendenvertretung) genannt. Diese vertritt Euch gegenüber dem Arbeitgeber und ist eine Ergänzung zum großen Betriebsrat. Die JAV ist allein für die jungen Kolleginnen und Kollegen bzw. Azubis zuständig. Sie nimmt sich Euren Wünschen, Sorgen sowie Anliegen an und versucht für Euch Verbesserungen zu bewirken. Leider wird die JAV vom Arbeitgeber oft nicht ernst genommen da es sich im Sinne des Arbeitgebers um vermeintlich kleine Probleme handelt. Was aber offiziell nicht gesagt wird jedoch spürbar gegenüber den gewählten JAV Vertretern ist. Die Kommunikation zwischen den beiden Parteien ist von Jahr zu Jahr schlechter geworden und erschwert die Arbeit der JAV erheblich. Der Arbeitgeber versucht natürlich wirtschaftlich zu handeln und spart somit an allen Ecken und Kanten wie es nur geht. Spürbar ist dies natürlich in vielen Bereichen bei der Ausbildung und bis hier Veränderungen wirksam werden vergehen manchmal Jahre.
Die Ausbildungssituation ist in einer kritischen Phase angekommen. Immer weniger wollen den Beruf des Lokführers oder Zugbegleiters ergreifen. Die Zahl der Ausbildungsplätze sind pro Lehrjahr den wirtschaftlichen Vorgaben angepasst und deutlich unter dem realen Bedarf der benötigen Personale. Offiziell wird publiziert das der Konzern über zu viele Personale (Triebfahrzeugführer, Zugbegleiter) verfügt. Jedoch wissen wir alle das eher großer Personalmangel herrscht und somit, man könne fast meinen, absichtlich die Gesundheit aller Mitarbeiter aufs Spiel gesetzt wird indem sämtliche Schichten „optimiert“ werden.
Die Art der Ausbildung im Hinblick auf die zu vermittelten Themen und Kenntnisse für die Berufe wurden erst nach jahrelangen Missständen angegangen, wie z. Bsp. im Konzernbereich DB Regio Nordost. Hier hat es ganze 3 Ausbildungsjahre (Triebfahrzeugführer) gebraucht und viele Diskussionen um im ersten Lehrjahr das „Mitgefahre“ abzuschaffen und den Auszubildenden die Theorie etwas näher zu bringen.
Wir sind aber noch weit von einer qualitativ hochwertigen Ausbildung entfernt und haben noch viel zu tun. Auch der Arbeitgeber muss sich endlich den realen Umständen stellen und den demografischen Wandel akzeptieren.
Die Kommunikation muss erheblich verbessert werden und die JAV endlich respektiert und anerkannt werden. Immerhin sind wir ein Teil eines großen Konzerns und die Zukunft des ganzen Unternehmens.
Die Bezirksjugend wird sich auch in Zukunft weiter mit der JAV der GDL Jugend zusammen, stark für eure Interessen einsetzen. Damit niemand auf der Schiene bleibt…

C.A & C.We


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