GDL-Bezirk Süd-West

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk Süd-West

Die GDL unterstützt

Protestaktion des Deutschen Beamtenbundes vom 07.02.2017 in Stuttgart

Aushang - Bezirk-SW - 13.02.2017

(c) Windmüller

Am Dienstag den 07.02.2017 fand in Stuttgart eine von zahlreichen Protestaktionen des Deutschen Beamtenbundes im Zusammenhang mit den schleppend laufenden Tarifverhandlungen für Landesbeschäftigte (TV-L) statt. Der dbb hatte zu der Veranstaltung aufgerufen, nachdem am 31. Januar in Potsdam auch die zweite Verhandlungsrunde zum TV-L ergebnislos zu Ende gegangen war.

Über 1000 Beschäftigte zogen mit Spruchbändern, Transparenten und Trillerpfeifen durch die Landeshauptstadt und machten bei der anschließenden Protestkundgebung ihrem Ärger, über die ständig wiederkehrenden Sparversuche beim Personal, Luft. Allen voran die Straßenwärter, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Bereich der Polizei, der Steuerverwaltung, der allgemeinen Verwaltung und der technischen Fachverwaltung, Beamtinnen und Beamte, darunter Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Mittagspause opferten oder Urlaub nahmen und Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer unterstützten mit ihrer Teilnahme die Verhandlungsführung bei den kommenden Runden.

Willi Russ, der dbb-Verhandlungsführer in Potsdam, machte in seiner Rede mehr als deutlich, dass mit dem Sparen im öffentlichen Dienst jetzt endlich Schluss sein muss. Wer einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst in Deutschland haben möchte, muss im Gegenzug für die Tarifbeschäftigten, wie auch die Beamtinnen und Beamten, eine leistungsgerechte Bezahlung sicherstellen.

BBW-Chef Stich hingegen wandte sich mit seiner Kritik in erster Linie an die grün-schwarze Landesregierung: „Wir demonstrieren hier in Stuttgart am politischen Ort des Geschehens“ rief er den Demonstrierenden auf dem Schlossplatz zu, bevor er auflistete, was falsch läuft im Land. Er kritisierte die jahrelange einseitige Sparpolitik zulasten der Beamtinnen und Beamten, den Umgang mit den Berufsanfängern, die jährlich auf ein ganzes Monatsgehalt verzichten müssten, und nahm Grün-Schwarz in die Pflicht angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs um Nachwuchs. „Es geht um die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes, auch wenn diese Tatsache noch nicht bei den Ländern angekommen ist“ mahnte Stich.


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