GDL-Bezirk Nordrhein-Westfalen (NRW)

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk

Nordrhein-Westfalen

Bezirksversammlung Nordrhein-Westfalen

Bezirksvorsitzender mit großer Mehrheit bestätigt

Pressemitteilung - Bezirk-NRW - 07.10.2016

Vorstand und und Kassenprüfer des GDL-Bezirks NRW: Michael Dittmann (Bezirksschriftführer), Holger Klein (Bezirkskassenprüfer), Johann Begon (Bezirkskassenprüfer), Jochen Kramer (Bezirkskassierer), Detlev Winkens (stellvertretender Bezirkskassierer), Burkhard Sydow (Bezirksseniorenvertreter), Harald Vorhauer (erster stellvertretender Bezirksvorsitzender), Sven Schmitte (Bezirksvorsitzender), Andree Komessa (Bezirkskassenprüfer), Christian Deckert (Bezirksvorstandsmitglied Zub/Gastro), Jochen Vogel (stellvertretender Bezirksschriftführer) Sascha Wittwer (Bezirksjugendleiter), Claus Roelofsen (zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender), Sven Ratih (Bezirksvorstandsmitglied NE-Bahnen)  Foto: Gerda Seibert
Vorstand und und Kassenprüfer des GDL-Bezirks NRW: Michael Dittmann (Bezirksschriftführer), Holger Klein (Bezirkskassenprüfer), Johann Begon (Bezirkskassenprüfer), Jochen Kramer (Bezirkskassierer), Detlev Winkens (stellvertretender Bezirkskassierer), Burkhard Sydow (Bezirksseniorenvertreter), Harald Vorhauer (erster stellvertretender Bezirksvorsitzender), Sven Schmitte (Bezirksvorsitzender), Andree Komessa (Bezirkskassenprüfer), Christian Deckert (Bezirksvorstandsmitglied Zub/Gastro), Jochen Vogel (stellvertretender Bezirksschriftführer) Sascha Wittwer (Bezirksjugendleiter), Claus Roelofsen (zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender), Sven Ratih (Bezirksvorstandsmitglied NE-Bahnen) Foto: Gerda Seibert

„Das Ergebnis zeigt, dass unser Weg der richtige ist. Oberstes Ziel ist und bleibt die Belastungssenkung des Zugpersonals“, so der mit großer Mehrheit in der Bezirksversammlung am 6. Oktober 2016 in Bochum bestätigte Vorsitzende des Bezirks Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Sven Schmitte.

Unter dem Motto „Vergangenheit und Zukunft – Gemeinsam, solidarisch und entschlossen mit der GDL“ haben 75 Delegierte den neuen Bezirksvorstand gewählt und die Weichen für die gewerkschaftspolitische Arbeit der kommenden Jahre gestellt. Neben Schmitte wurden auch seine beiden Stellvertreter Harald Vorhauer und Claus Roelofsen mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.


Bezirksversammlung NRW am 06.10.2016 in Bochum - Foto: GDL

Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen

Zur Senkung der Belastung der Lokomotivführer und Zugbegleiter hat die Bezirksversammlung zahlreiche Arbeitszeitverbesserungen beschlossen. Ganz oben auf der Agenda der GDL stehen verbesserte Schichtpläne, um das Privatleben wieder planbarer und familienfreundlicher zu machen. Einen wesentlichen Punkt hat sie bereits in ihrem Flächentarifvertrag erreicht: die Arbeitszeitverkürzung auf 38 Stunden ab 2018. „Eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit bringt einiges an Lebensqualität im unregelmäßigen Schichtdienst, vorausgesetzt es gibt bis dahin auch ausreichend Zugpersonal“, so Schmitte. In Deutschland fehlen schließlich rund 1 000 Lokomotivführer und viele Zugbegleiter, allein bei der DB sind es 800 Lokomotivführer. Und schon heute fallen in NRW täglich Züge aufgrund des bestehenden Personalmangels aus. Völlig kontraproduktiv ist es daher, wenn der DB-Vorstand das autonome Fahren propagiert. „Wenn das Zugpersonal nicht mit so viel Herz und Verstand jeden Tag den Verkehr am Laufen halten würde, ginge auf der Schiene gar nichts mehr. Stattdessen wirft die DB Milliarden raus, nur um die im Vergleich dazu viel geringeren Personalkosten für den Lokomotivführer und Zugbegleiter zu sparen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky und fragt: „Wie sollen denn junge Leute da noch Lokomotivführer und Zugbegleiter werden wollen? Nur wenn sich die Arbeitsbedingungen entscheidend verbessern, werden auch künftig junge Menschen Lokomotivführer und Zugbegleiter werden wollen. Beide Berufe müssen wieder attraktiver werden, und dafür sind wir da.“


Bezirksvorsitzender Sven Schmitte - Foto: GDL

Gut aufgestellt

Die GDL wird im kommenden Jahr 150 Jahre. Weselsky: „Uns wird es auch noch die nächsten 150 Jahre geben, selbst wenn das Bundesverfassungsgericht das verfassungsfeindliche Tarifeinheitsgesetz tatsächlich bestätigen sollte. Die GDL und ihr Bezirk NRW sind dazu gut aufgestellt. Mit einem Organisationsgrad von 80 Prozent der Lokomotivführer der Deutschen Bahn und vielen Mitgliedern des Zugpersonals, auch bei nicht bundeseigenen Bahnen und Schienengüterverkehrsunternehmen, gelingt es der GDL in NRW immer mehr Unternehmen unter das Dach des Flächentarifvertrags für das Zugpersonal und den dazugehörigen Haustarifverträgen zu bringen und damit die Arbeitsbedingungen entscheidend zu verbessern. Für 97 Prozent der Lokomotivführer gilt er bereits. Aktuell beginnen die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“. Bei Abellio sind die Verhandlungen gerade angelaufen. In beiden Unternehmen stehen verbesserte Arbeits- und Ruhezeitregelungen ganz oben auf der Agenda.


Weitere Links und Infos
;