GDL-Bezirk Nordrhein-Westfalen (NRW)

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk

Nordrhein-Westfalen

Taktische Spielchen beim Thema Sicherheit auf dem Niers-Express?

Aushang - Bezirk-NRW - 17.02.2016

Die GDL in NRW hat sich klar zu den aktuellen Übergriffen auf Lokführer und Zugbegleiter auf der Linie RE 10 positioniert und die Angriffe auf das gesamte Zugpersonal klar verurteilt. Jedoch kann dies nicht ausreichen, um der Situation gerecht zu werden.

Die GDL NRW hat daraufhin bereits am 22.01.2016 die Geschäftsführung der NWB angeschrieben und die Bildung einer „Task-Force“ zur Erhöhung der Sicherheit des Zugpersonals, der Beruhigung der Fahrgäste und der Herstellung einer normalen Betriebslage vorgeschlagen. Ebenso haben wir unsere Gesprächsbereitschaft angeboten, um das Unternehmen hierbei aktiv zu begleiten. Leider blieb eine Antwort der Geschäftsführung der NWB bisher aus. Eure GDL Fraktion im Betriebsrat hat dazu parallel am 22.01.2016 einen Antrag für die nächste Betriebsratssitzung am 28.01.2016 eingereicht. Der Antrag beinhaltete die Gründung einer Arbeitsgruppe „Task-Force RE10“, bestehend aus Mitgliedern des Betriebsrates und des Arbeitgebers.

Nun sollte man denken, dass ein Antrag vom Betriebsrat ordnungsgemäß und wie vorgeschrieben behandelt wird. Vor allem, wenn es um die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen geht. Falsch gedacht… Obwohl eine BR-Sitzung am 28.01.2016 stattfand, sind ganze zwei Wochen bis zum 11.02.2016 verstrichen, bevor der Antrag der GDL Fraktion ordnungsgemäß behandelt wurde. Ob diese Verzögerung damit zu tun hat, dass die EVG Betriebsgruppe sich erst am 05.02.2016 zu einem „Brennpunkt“ positionieren muss? Das mag jeder sich nun jeder selbst zusammen reimen…

Das Thema „Sicherheit im Zug“ ist aus unserer Sicht kein geeignetes Thema für irgendwelche politischen Spielchen. Sicherheit im Zug muss bei allen Beteiligten erste Priorität genießen und sollte gemeinsam im Sinne der Kolleginnen und Kollegen gefördert werden.

Die GDL in NRW und im Betriebsrat hat sich klar positioniert um mehr Sicherheit für unserer Kolleginnen und Kollegen einzufordern. Nun ist der Arbeitgeber gefordert, die vorgeschlagenen Maßnahmen aller Beteiligten zu beraten und umzusetzen.

» PDF-Version (farbig)


Weitere Links und Infos
;