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Ehrenamt in der GDL

Helfen, die Zukunft zu gestalten (Teil 2)

GDL Aktuell - Voraus Artikel - 25.01.2017

Kristin Möckel, Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio Nordost. Möckel ist Vorsitzende der GDL-Ortsgruppe Elsterwerda, Sprecherin des bezirklichen Arbeitskreises Zugbegleitdienst Nord-Ost und Mitglied der bundesweiten Arbeitskreise Zugbegleitdienst und Sicherheit im und am Zug. Sie fungiert außerdem als ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Senftenberg und ist ordentliches Mitglied im Betriebsrat DB Regio Nordost. <span style=display:none>   -   </span><span class=fsource>Foto:  Stefan Mousiol</span>
Kristin Möckel, Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio Nordost. Möckel ist Vorsitzende der GDL-Ortsgruppe Elsterwerda, Sprecherin des bezirklichen Arbeitskreises Zugbegleitdienst Nord-Ost und Mitglied der bundesweiten Arbeitskreise Zugbegleitdienst und Sicherheit im und am Zug. Sie fungiert außerdem als ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Senftenberg und ist ordentliches Mitglied im Betriebsrat DB Regio Nordost.   -   Foto: Stefan Mousiol

Die GDL ist eine äußerst schlagkräftige, aber vergleichsweise kleine Gewerkschaft. Hauptamtliche Mitarbeiter alleine können die umfangreiche Arbeit nicht bewältigen. In einer mehrteiligen Serie stellt das GDL-Magazin VORAUS Mitglieder vor, die durch ihr freiwilliges, ehrenamtliches Engagement einen unschätzbaren Beitrag zum Erfolg der GDL leisten.

Der Begriff Ehrenamt bezeichnet laut Wikipedia „altruistisches Handeln, bei dem eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet“. Verstand man darunter ursprünglich ein durch Wahlen beglaubigtes Engagement in öffentlichen Funktionen, etwa als Vereinsvorstand, Ratsmitglied oder Schöffe, so kam es im Laufe der Jahre zu einem Bedeutungswandel. Heute umfasst das Ehrenamt die gesamte Spannbreite zwischen bürgerschaftlichem Engagement und Freiwilligentätigkeit.

GDL Magazin VORAUS: Was bedeutet das Ehrenamt für Sie?
Kristin Möckel: Das Ehrenamt hat viele Facetten, aber letztlich bedeutet es für mich, für andere Menschen da zu sein und ihnen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen. Als Ehrenamtler will ich etwas bewegen, helfen und unterstützen.

GDL Magazin VORAUS: Was motiviert Sie?
Kristin Möckel: Ich bin vom Typ her einfach so ein Mensch, ich möchte es allen möglichst leicht und gerecht machen. Wenn jemand an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommt, man selbst aber das nötige Know-how dafür hat, dann kümmert man sich eben darum. Es geht darum, dass man vor Ort da ist für jemanden, der Hilfe braucht.

GDL Magazin VORAUS: Was hoffen Sie zu erreichen?
Kristin Möckel: Ich strebe keine besonderen Positionen an. Das Ehrenamt ist weder ein Ego-Trip noch wird man reich damit. Es geht darum, anderen ganz uneigennützig und pragmatisch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wenn nötig, kann man mich anrufen oder man sieht sich zu einem persönlichen Gespräch.

GDL Magazin VORAUS: Gibt es ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
Kristin Möckel: Besonders wichtig ist mir die Sicherheit der Zugbegleiter, denn leider sind die Kollegen stärker gefährdet denn je. Das hat ja auch die GDL-Umfrage „Mit Sicherheit“ klar aufgezeigt. Einer Statistik zufolge, die ich als Betriebsrat für den Bereich Regio Nordost erhoben habe, hat sich die Zahl der Übergriffe auf das Zugpersonal alleine in der Zeit von 2013 bis 2016 fast verdreifacht. Hiervon sind überproportional Frauen betroffen.

GDL Magazin VORAUS: Was muss geschehen, um mehr Sicherheit für die Beschäftigten zu gewährleisten?
Kristin Möckel: Auch der bundesweite Arbeitskreis Zugbegleitdienst hält die verstärkte Videoüberwachung an Bahnhöfen, und, unter Beachtung bestimmter Grundsätze, die Verwendung von Abwehrgel für sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Kollegen. In den Abendstunden fordern wir die zusätzliche Bestreifung durch Bahnschutz oder Polizei und die Doppelbesetzung der Züge im Nahverkehr.

GDL Magazin VORAUS: Arbeit und Ehrenamt – wie schaffen Sie das?
Kristin Möckel: Mein Partner und meine Familie stehen hinter mir. Sie verstehen meine Arbeit, wissen was ich tue und können auch mal ein oder zwei Tage ohne mich auskommen. Das hilft enorm.S. M.

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