GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

» Schwarzfahren ist kein Bagatelldelikt

„Gehören Schwarzfahrer ins Gefängnis?“ titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 29. November 2017 zur Diskussion, ob Beförderungserschleichung strafbar sein soll. Aufgrund der hohen Kosten für die Verfahren einer ohnehin überlasteten Justiz und zur Vollstreckung könnte Schwarzfahren zum Bagatelldelikt degradiert werden. ... mehr

BuRa-LfTV SGV / SBB CD

Zwischenlösung bei SBB Cargo Deutschland

GDL Aktuell - Aushang Report - 29.11.2017

In den Verhandlungen zum Flächentarifvertrag für den Schienengüterverkehr (BuRa-LfTV SGV) mit der SBB Cargo Deutschland GmbH (SBB CD) konnte am 10. November 2017 in der fünften Verhandlungsrunde ein Zwischenergebnis erzielt werden.

So werden die Entgelttabellen rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,5 Prozent erhöht. Weiterhin erhöhen sich die Sonntagszulage auf 4,67 Euro und die Feiertagszulage auf 5,28 Euro pro Stunde. Die Laufzeit ist bis Ende des Jahres vereinbart, die Auszahlung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Inhaltlich bedeutsam ist die tarifpolitische Aussage der erzielten Einigung, bleiben damit doch die beiden Unternehmen SBB CD und Westfälische Landes-Eisenbahn im Geltungsbereich des BuRa-LfTV SGV. Der Flächentarifvertrag bleibt somit bestehen und es können zukünftig auch weitere Schienengüterverkehrsunternehmen dazu beitreten.

Die Forderungen der GDL für die Tarifrunde 2018 betreffen zum einen noch offene Punkte im Flächentarifvertrag, wie beispielsweise die Erhöhung des Urlaubs, die Verbesserung der Entgeltstruktur für Lokomotivführer sowie die Einführung der neuen Planungsparameter „Mehr Plan, mehr Leben“. Da der Haustarifvertrag ab 2018 ebenfalls außerhalb der Friedenspflicht ist, fordert die GDL hier etwa die Begrenzung der Vergabe von Verkehrsleistungen an Fremdunternehmen auf maximal 20 Prozent und die Erhöhung der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 2,2 Prozent des Fortzahlungsentgelts.

Am 7. Dezember 2017 findet die nächste Runde zum Flächentarifvertrag statt. Die Verhandlungen zu den Haustarifverträgen wurden für Januar und Februar 2018 vereinbart.

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