» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Ostdeutsche Eisenbahn GmbH

Außer Spesen…

Aushang Report - GDL Aktuell - 23.05.2017

…nichts gewesen. Treffender kann man die zweite Verhandlungsrunde zwischen der GDL und der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) am 22. Mai 2017 in Berlin nicht beschreiben.

Trotz der erneuten, mehr als deutlichen Positionierung der GDL hinsichtlich der Integration der ODEG in den Konzern-Rahmen-Zugpersonaltarifvertrag Netinera (KoRa-ZugTV NE) als wesentlichem Abschlusskriterium teilte der zuständige Arbeitgeberverband Nahverkehr e.V. (AVN) mit, dass nunmehr beide Gesellschafter – also jetzt auch NETINERA – eine Integration derzeit ablehnen. Im intensiven Austausch wurden die jeweiligen Argumente nochmals erörtert. Um nicht dem arbeitgeberseitigen Vorwurf des „tarifpolitischen Fundamentalismus“ zu erliegen, bot die GDL der ODEG alternativ an, eine entsprechende Verweisungsklausel auf den KoRa-ZugTV NE zu vereinbaren – jedoch zunächst ohne Erfolg.

Positiv war zumindest, dass die Verhandlung nicht ganz so zäh verlief wie die Auftaktrunde im April. Dies lag vor allem am Bestreben der Arbeitgeberseite, die Forderungen der GDL allesamt mit einem Preisschild zu versehen. Doch dieser Versuch einer Kostenschätzung ging ins Leere, da am Beispiel der Arbeitszeit eine tiefe und sachgerechte Bewertung kaum möglich ist. Man kann der ODEG jedoch nicht vorwerfen sich nicht zu positionieren – für den Tarifvertrag über eine gemeinsame Einrichtung gab es jedenfalls eine glasklare Ablehnung. Auch über das Thema Tarifvertrag für Auszubildende wurde noch nicht einmal ansatzweise gesprochen.

Nach einer längeren Unterbrechung wurde dem Arbeitgeber wohl klar, dass ihm eine ernsthafte Auseinandersetzung bevorsteht, sodass er um zwei Wochen Bedenkzeit bat. Er hat nun also bis zum 6. Juni Zeit, seine festgefahrene Position zu verlassen. Andernfalls wird die GDL ihren Forderungen entsprechend Nachdruck verleihen – und was das bedeutet, kann sich sicherlich jeder denken.

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