» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Deutsche Bahn

Freizeit ist unbezahlbar!

Aushang Report - GDL Aktuell - 05.05.2017

Die DB Fernverkehr AG startet erneut ein Programm, um Überstunden in Langzeitkonten zu übertragen. Dazu werden einmalige finanzielle Anreize geschaffen, um die Beschäftigten zu ködern. Auch die DB Regio AG arbeitet an einer entsprechenden Aktion. Danach wird die DB Cargo AG mit einer ähnlichen Maßnahme wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Ziel der Transportgesellschaften ist es, Überstunden oder Urlaubstage in Langzeitkonten zu verschieben. Die Arbeitszeit, die in Langzeitkonten übertragen wird, wird dort nicht als Zeit, sondern in einem Geldbetrag geführt. Wenn die Entnahme durch den Arbeitnehmer erfolgt, wird das Geld wieder in Zeit umgerechnet. Man erhält dann die Freizeit, die dem Geldbetrag entspricht. Von 2007 bis 2018 hat die GDL den Stundenlohn der Lokomotivführer von rund 13 Euro auf fast 21 Euro entwickelt. Wer glaubt, das mit Zinsen oder Bonuszahlungen jemals einholen zu können, der irrt. Vor allem aber: Belastung kann nicht mit Geld abgegolten werden, sondern nur mit Erholung und Freizeit. Ab dem kommenden Jahr müssen im Jahresruhetagsplan für Lokomotivführer (inklusive Lokrangierführer) und Zugbegleiter, die ihre Tarifbindung an den Flächentarifvertrag BuRa-ZugTV angezeigt haben, Freizeitblöcke zum Abbau von Überstunden verbindlich eingeplant werden. Für die Planung gelten die gleichen Grundsätze wie für die Urlaubsplanung. Genau das macht dem Arbeitgeber Angst! Er muss dann nämlich die Zeit zurückgeben, die er zuvor abverlangt hat.

Das Zugpersonal hat mit seiner GDL in den letzten Jahren stark und erfolgreich für eine echte Belastungsreduktion gekämpft. Das haben auch der Agv MoVe und die DB AG mit ihren Transportgesellschaften letztendlich anerkannt und unterschrieben. Nun ist es an der Zeit für das Zugpersonal, Freizeitausgleich und Urlaub zur Erholung und Regeneration zu nutzen und nicht für eine „Schachtel Zigaretten“ die Umsetzung auf Jahre hinaus in das Langzeitkonto zu verschieben. Deswegen bleibt es dabei: Belastungssenkung ist nicht verkäuflich, so gern dies die Arbeitgeber auch möchten. Freizeit für Lebensqualität für das Zugpersonal ist unbezahlbar!
Mehr Plan, mehr Leben

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