» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Keolis Deutschland

Gut vorangekommen

Aushang Report - GDL Aktuell - 05.05.2017

Bei den Tarifverhandlungen zwischen der GDL und Keolis Deutschland am 4. Mai 2017 gab es eine Reihe wichtiger Ergebnisse. Zunächst einmal hat das Unternehmen erklärt, eine Laufzeit bis Ende des kommenden Jahres anzustreben. Daher werden die neuen Regelungen zu den Mindestnormen der Ruhetagsgestaltung und zur persönlichen Planungssicherheit Gegenstand der weiteren Tarifverhandlungen sein.

Da der Verhandlungsaufwand dafür recht hoch ist, verschiebt sich der Abschluss ganz sicher bis in den Sommer. Um aber eine Entgeltverbesserung zu gewähren, wird mit der Lohnzahlung im Juni 2017 eine Vorschusszahlung von 500 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig) geleistet. Diese wird dann mit der bereits angebotenen Entgelterhöhung von
2,5 Prozent ab 1. Januar 2017 verrechnet.

Neben der in der letzten Runde bereits vereinbarten Absenkung der Arbeitszeit um durchschnittlich eine Wochenstande zum 1. Januar 2018 wird der Anspruchszeitraum für den Zeitzuschlag für Nachtarbeit (steigt zugleich von drei auf vier Minuten) bereits ab 21 Uhr gewährt. Auch für die Nachtarbeitszulage gilt dann der Zeitraum 21 bis 6 Uhr. Die Sonn- und Feiertagszulage steigt dann ebenfalls um 2,6 Prozent. Außerdem konnte ein etwas leidiges Problem geklärt werden: Die Eingruppierung der Disponenten in der Leitstelle erfolgt ab der Entgeltzahlung im Juni 2017 rückwirkend zum 1. Januar 2017 in die Entgeltgruppe 3.2. Dieser Punkt war in der ersten Runde noch strittig gewesen.

Die Tarifverhandlungen werden am 30. Juni 2017 in Düsseldorf fortgesetzt. In dieser Runde wird es hauptsächlich um die Frage der neuen Arbeitszeitregelungen gehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Zeitplan für die Strukturänderung der Entgelttabellen für Lokomotivführer und Zugbegleiter. Hierzu war das Arbeitgeberangebot dann doch nicht akzeptabel. Außerdem sind noch einige wenige Details aus den GDL-Forderungen zu erörtern.

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