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MEV Eisenbahngesellschaft

Verhandlungen aufgenommen

GDL Aktuell - Aushang Report - 27.04.2017

Am 26. April 2017 haben GDL und MEV die Tarifverhandlungen zu den Haustarifverträgen aufgenommen. Neben den Verhandlungen zum Flächentarifvertrag für das Zugpersonal im Schienengüterverkehr (BuRa-LfTV/SGV), in denen die wesentlichen Fragen wie die Erhöhung der Entgelte um 2,5 Prozent sowie der Zulagen geregelt werden, ging es in den Haustarifverträgen um weitere Details.

Die Fortschritte in der nur zweistündigen Runde sind ungewöhnlich. Einigung wurde schnell darin erzielt, dass ab diesem Jahr die jährliche Zuwendung („Weihnachtsgeld“) von 600 Euro auf das Niveau des BuRa-LfTV/SGV – ein halbes Monatsentgelt – erhöht wird. Der Angleichungsprozess der MEV an das allgemeine Tarifniveau ist damit abgeschlossen. Außerdem wird die MEV – fast schon wie immer – das Entgelt vor dem Tarifabschluss zum BuRa-LfTV/SGV erhöhen. Mit der Entgeltzahlung im Monat Mai erfolgt eine Erhöhung rückwirkend zum 1. Januar 2017. Hinsichtlich zweier Arbeitsregelungen konnte auch Einigkeit erzielt werden. So wird tarifvertraglich klargestellt, dass die Dauer des vorangegangenen Arbeitszyklus maßgeblich für die Dauer der Mindestruhezeit am Wohnort ist. Außerdem wird geregelt, dass sich die Mindestruhezeit am Wohnort um elf Stunden verlängert, wenn ein Arbeitnehmer am Ende eines Arbeitszyklus auf eine weitere Übernachtung verzichtet und stattdessen die Heimreise antritt.

Offen sind die Forderungen zu den vermögenswirksamen Leistungen (VL). Hier fordert die GDL 13,29 Euro statt bisher 6,65 Euro. Auch Erhöhung der Mindestanrechnung von Arbeitszeit pro Schicht ist offen. Zeigte sich der Arbeitgeber bei der Erhöhung der VL gesprächsbereit, lehnte eine Erhöhung der Mindestanrechnung ab.

Da die sinnvolle Fortsetzung der Verhandlungen stark vom Verlauf der Tarifverhandlungen zum BuRa-LfTV/SGV abhängig ist, wurde am 11. Mai 2017 zwar ein weiterer Termin vereinbart. Ob der jedoch genutzt wird, wird kurzfristig abgestimmt.

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