» Auch in Zukunft unseren Flächentarifvertrag in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen durchsetzen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Bundesverfassungsgericht hat das Tarifeinheitsgesetz (TEG) zwar nicht in Bausch und Bogen abgelehnt. Es hat jedoch klargestellt, dass Zwangstarifeinheit nicht mit der Verfassung vereinbar ist. Die Koalitionsfreiheit und das Arbeitskampfrecht von Berufsgewerkschaften werden nicht eingeschränkt. ... mehr

DB Cargo AG

GBR zementiert Personalabbau

Aushang Report - GDL Aktuell - 20.02.2017

Am Jahresende 2016 ist die Anzahl der Überstunden bei Lokomotivführern der DB Cargo AG erneut um knapp 12 000 Stunden gestiegen – trotz Ausbezahlung und Übertragung in Langzeitkonten, aber vor allem trotz Leistungsverlagerungen von DB Cargo auf dritte Güterverkehrsunternehmen.

Doch jetzt sollen erneut knapp 400 Vollzeitstellen im Bereich Lokomotivführer der DB Cargo abgebaut werden. Diese Maßnahme ist Teil des Projektes ZuBa@DBCargo, mit dem der Güterverkehr im DB Konzern wieder profitabel gemacht werden soll. Die Führung von DB Cargo will also – trotz Verkehrszunahme im Güterverkehr und schon heute tatsächlich existierendem Personalmangel – auf Teufel komm raus unverdrossen Lokomotivführer abbauen. Spätestens hier müssen jedem Interessenvertreter, egal ob Mitglied eines Betriebsrates oder Mandatsträger in einer Gewerkschaft, die Ohren klingeln. Aber was macht der Gesamtbetriebsrat (GBR)? Trotz ursprünglicher Ablehnung stimmte er den neuen Abbauzahlen in einer außerordentlichen Sitzung am 13. Februar 2017 ohne die Stimmen der GDL-Vertreter zu. Derselbe GBR, der noch vor wenigen Wochen „zu machtvollen Protestkundgebungen“ aufgerufen hatte und seinen Worten nun Taten folgen lassen könnte, lässt die wichtigen Fragen der Beschäftigten nach ihrer Zukunft unbeantwortet.

Klar ist, dass der Arbeitgeber unverändert an den Abbauzahlen festhält, lediglich die Abwicklung wurde aus organisatorischen Gründen zeitlich gestreckt. Am stärksten betroffen sind Lokomotivführer, Disponenten und Planer: 350 in diesem Jahr und 600 im nächsten Jahr bis Jahresende 2018. Doch wie soll das Unternehmen wachsen, wenn die eigentlichen Leistungsträger wegrationalisiert werden? Der GBR hat in dieser Frage falsch entschieden. Mit seiner Zustimmung zum untauglichen Sanierungsprojekt ZuBA@DBCargo hat er den Personalabbau zementiert und einen unrühmlichen Beitrag zum weiteren Niedergang von DB Cargo geleistet.

» PDF-Version (farbig)
» PDF-Version (schwarz-weiß für GDL-Vordrucke)


Weitere Links und Infos
;