» Auch in Zukunft unseren Flächentarifvertrag in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen durchsetzen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Bundesverfassungsgericht hat das Tarifeinheitsgesetz (TEG) zwar nicht in Bausch und Bogen abgelehnt. Es hat jedoch klargestellt, dass Zwangstarifeinheit nicht mit der Verfassung vereinbar ist. Die Koalitionsfreiheit und das Arbeitskampfrecht von Berufsgewerkschaften werden nicht eingeschränkt. ... mehr

Belastungsstudie DB Cargo

Offenbarungseid der EVG

Aushang Infomedia - GDL Aktuell - 29.04.2017

Mit der gemeinsam aufgelegten „Belastungsstudie 2017 Triebfahrzeugführer“ geben die Geschäftsführung und der EVG-geführte Gesamtbetriebsrat bei DB Cargo vor, sich ein Bild über die Arbeitsbelastung der Güterverkehrslokomotivführer machen zu wollen. Gleichzeitig versuchen sie, entgegen der abgeschlossenen GDL-Tarifverträge, die seit Jahren von ihnen betriebene Hyperflexibilisierung zu zementieren! Die EVG zeigt sich von dem Projekt begeistert und ruft in einem Aushang zur Beteiligung an der wissenschaftlich begleiteten Mogelpackung auf.

Doch dieser Appell ist keine wirkliche Gewerkschafts- oder Tarifpolitik, sondern bedeutet den endgültigen Offenbarungseid der EVG. Die richtigen Schlussfolgerungen aus dieser Unverschämtheit lauten:

  • Die wenigen EVG-Mitglieder unter den DB Cargo-Lokomotivführern sollten fleißig an der Befragung teilnehmen, denn damit vermitteln sie dem Arbeitgeber endlich das Gefühl, nur von EVG-Lokomotivführern umgeben zu sein. Alle anderen Lokomotivführer sollten ihre kostbare Freizeit nicht mit der Beförderung scheinheiliger Suggestionen verschwenden.
  • Die Lokomotivführer bei DB Cargo sollten sich mit den Verbesserungen im BuRa-ZugTV befassen und von ihren Betriebsräten vor Ort die schnellstmögliche Anwendung dieser neuen Tarifbestimmungen einfordern.
  • Die Betriebsräte, auch die der EVG, dürfen keine Zeit mit Vernebelungstaktik verschwenden, sondern haben sich den von der GDL geschaffenen Tatsachen in den Tarifverträgen zu widmen. Wir haben neue Rahmenbedingungen im BuRa-ZugTV und auch in den Haustarifverträgen des gesamten Zugpersonals geschaffen.
  • Die neu geschaffenen tariflichen Grundlagen für eine intensivere und bessere Wahrnehmung der Mitbestimmungsrechte in den Betrieben sind zwingend umzusetzen, denn sie stärken nicht nur die Ausgangspositionen der Betriebsräte, sondern sie können darüber hinaus als normative Tarifbestimmungen auch von jedem einzelnen Beschäftigten wirksam eingeklagt werden.
  • Die sozialere Dienstplangestaltung, gerechtere Verteilung der Belastungen auf alle Beteiligten, Stärkung der Selbstbestimmung durch wirkungsvollere Schutzfunktion der Betriebsräte und konsequentere Durchsetzung der Urlaubs-, Überstundenabbau-, Ruhetags- und Freizeitplanung für ein ganzes Kalenderjahr werden von der GDL als eng verzahnte Tarif- und Betriebspolitik verstanden und eingefordert.
  • Die Akzeptanz und Verteidigung einer selbstbestimmten Freizeitqualität des gesamten Zugpersonals sind ab jetzt und in allererster Linie ein MUSS für jedes einzelne Betriebsratsmitglied, welches genau für diese Aufgabenerledigung von der Belegschaft gewählt worden ist! Sie sind auch ein MUSS für jeden Amtsinhaber unserer GDL, der Interessenvertretung des gesamten Zugpersonals.

Der dringend erforderliche Personalabbau in der Verwaltung ist zum x-ten Male vom GBR verschoben worden und zum wiederholten Male werden die Lokomotivführer von einem sich selbst vermehrenden Verwaltungsapparat durchrationalisiert. Dies alles geschieht unter dem Deckmantel „ZuBa-Cargo“, verpackt in bunten Power-Point-Vorträgen und den gebetsmühlenartigen Wiederholungen nimmermüder Ge-sundprediger in den Führungsetagen.

GDL – Schutznormen gestalten, einfordern und umsetzen!

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