» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Rostocker Straßenbahn

Tarifverhandlungen ja, aber...

Aushang Fakten - GDL Aktuell - 12.06.2017

…nur wie es der Geschäftsführung der RSAG passt. So kann man den aktuellen Sachstand der Tarifrunde 2017 bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) und dem zuständigen Kommunalen Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (KAV MV) wohl am besten darstellen.

Sah es im Nachgang zur ersten Verhandlungsrunde Ende April noch nach lösungs- und zielorientierten Verhandlungen aus, musste die GDL nun irritiert zur Kenntnis nehmen, dass die Geschäftsführung der RSAG die vorgeschlagenen Verhandlungstermine der GDL allesamt mit der Begründung ablehnt, dass als Verhandlungsort Berlin und nicht Rostock angesetzt ist. Das ist ein eher unüblicher Vorgang, nimmt man doch in einer funktionierenden Sozialpartnerschaft die jeweiligen Notwendigkeiten ernst und ist um eine ernsthafte Lösung bemüht. Zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass dem Vorgang Terminvorschläge von Seiten der RSAG voraus gegangen sind. Diese konnte die GDL auf Grund langfristig geplanter Terminlagen allerdings nicht wahrnehmen. Nun ist hier und da zu hören, dass die GDL-Mitglieder im Bereich der RSAG „nicht so wichtig“ sind. Mit einem solchen Gebaren desmaskiert man sich natürlich selbst und ist besser beraten, lieber nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen. Die GDL hat die Terminvorschläge der RSAG am 18. und 19. Juli jedenfalls zugesagt und wird an diesem Tagen mit dem Bundesvorsitzenden in Rostock zu Verhandlungen bereitstehen.

Damit ist klar, dass die GDL auch weiterhin die Belange ihrer Mitglieder – unabhängig in welchem Unternehmen – stark und erfolgreich vertreten wird. Die Mitglieder bei der RSAG haben schon einmal gezeigt, wie sehr sie hinter ihrer GDL stehen. Der Arbeitgeber sollte es lieber nicht auf eine Kraftprobe ankommen lassen, denn die GDL-Mitglieder wissen worauf es ankommt und werden ihren Forderungen ohne zu zögern den nötigen Nachdruck verleihen. Zu den Ansprüchen aus dem Tarifvertrag sei gesagt, dass sie definitiv nicht verloren gehen. Dies gilt sowohl für die 2,5 Prozent allgemeiner Vergütungserhöhung ab dem 1. April 2017 als auch für die weiteren Forderungen zur Tarifrunde 2017.


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