GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

» Schwarzfahren ist kein Bagatelldelikt

„Gehören Schwarzfahrer ins Gefängnis?“ titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 29. November 2017 zur Diskussion, ob Beförderungserschleichung strafbar sein soll. Aufgrund der hohen Kosten für die Verfahren einer ohnehin überlasteten Justiz und zur Vollstreckung könnte Schwarzfahren zum Bagatelldelikt degradiert werden. ... mehr

WestfalenBahn

Tarifkommission bestätigt Abschluss

GDL Aktuell - Aushang Fakten - 01.06.2017

Am 31. Mai 2017 hat die GDL-Tarifkommission bei der WestfalenBahn (WFB) dem Abschluss vom 12. Mai zugestimmt. Mit diesem Abschluss werden die Vergütungen und Arbeitszeitregelungen deutlich verbessert und die in anderen Unternehmen üblichen Rahmenregelungen eingeführt. Dazu gehört zum Beispiel auch ein deutlich verbesserter Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit. Darüber hinaus werden die Disponenten der WFB in den Tarifvertrag aufgenommen.

Zum 1. Januar 2017 werden die Vergütungen um 2,5 Prozent erhöht. Außerdem wird die Anbindung der Lokomotivführer von 94,5 auf 96 Prozent erhöht. In Summe führt das zu einer Entgelterhöhung um 3,7 Prozent. Zum 1. Januar 2018 entfällt die Anbindung für die Lokomotivführer. Dann gilt, wie schon im Jahr 2014 vereinbart, die 100-Prozent-Tabelle. Die neu in den Tarifvertrag aufgenommenen Disponenten werden als örtliche Disponenten bei 95 Prozent, die überörtlichen Disponenten mit 88 Prozent angebunden. Die GDL wird in den weiteren Verhandlungsrunden die zügige Erhöhung bis 100 Prozent verfolgen.

Die Zugbegleiter der WFB werden zum 1. Januar 2018 in das BuRa-System überführt. Außerdem wurde eine Zulage in Höhe von 70 Euro vereinbart, die ab der zweiten Entgeltstufe gezahlt wird. Die Arbeitszeit wird ab 1. Januar 2018 von 40 auf 39 Wochenstunden abgesenkt. Die Einführung der 38-Stunden-Woche ist, wie beim WFB-Gesellschafter Abellio auch, zum 1. Januar 2022 vorgesehen. Ab 1. August 2017 wird planmäßig der nächste Ruhetag nach fünf Schichten gewährt. Mit Einverständnis des Arbeitnehmers kann eine sechste Schicht vorgesehen werden.

Diese eigentlich reine Entgeltrunde bringt das Zugpersonal ganz deutlich nach vorne. Die Vergütungserhöhungen entsprechen denen in anderen Unternehmen und die Lokomotivführer haben die 100 Prozent in Sichtweite. Da die Laufzeit nur bis zum 31. Dezember 2017 vereinbart ist (Entgelt bis 31. März 2018), wird es schon bald in eine neue Runde gehen. Dann stehen die neuen Arbeitszeitregelungen zur Verhandlung an.

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