GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

» Schwarzfahren ist kein Bagatelldelikt

„Gehören Schwarzfahrer ins Gefängnis?“ titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 29. November 2017 zur Diskussion, ob Beförderungserschleichung strafbar sein soll. Aufgrund der hohen Kosten für die Verfahren einer ohnehin überlasteten Justiz und zur Vollstreckung könnte Schwarzfahren zum Bagatelldelikt degradiert werden. ... mehr

agilis Verkehrsgesellschaft, agilis Eisenbahngesellschaft

Eine Runde – ein Abschluss

GDL Aktuell - Aushang Fakten - 22.05.2017

Die Aufnahme und der Abschluss von Tarifverhandlungen an nur einem Tag sind eher selten, vor allem angesichts der früher meist schwierigen Tarifverhandlungen mit agilis. Dennoch konnte am 19. Mai 2017 in Frankfurt am Main ein Abschluss erzielt werden, der sich noch dazu sehen lassen kann.

Ab 1. Juli 2017 wird das monatliche Tabellenentgelt um 2,5 Prozent erhöht. Für den zurückliegenden Zeitraum wird mit der Entgeltzahlung im Juni eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig) gezahlt. Zum 1. Januar 2018 sinkt die Referenzarbeitszeit von der durchschnittlichen 39-Stunden-Woche auf 38 Stunden. Die betriebliche Arbeitszeit bleibt aber zunächst bis 1. Juni 2018 auf durchschnittlich 40 Stunden, bevor sie dann auf 39 Stunden sinkt. Für die fünf Monate mit erhöhter Arbeitszeit wird im Februar 2018 eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 340 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig) gezahlt.

Zum 1. April 2018 erfolgt der Einstieg in die Verbesserung der Entgeltstruktur für Lokomotivführer und Zugbegleiter. Für Lokomotivführer in den Stufen 1 und 2 (90 Prozent der Lokomotivführer) bringt das eine weitere Entgelterhöhung von knapp zwei Prozent. Bei Zugbegleitern wirkt sich die Verbesserung ab der zweiten Stufe aus. Außerdem wurde vereinbart, dass die Ruhepause ab 1. Juni 2017 im Regelfall im mittleren Drittel der Schicht zusammenhängend mit 30 Minuten gewährt werden soll. Für Abweichungen muss es eine sachliche Begründung geben, was in Ausnahmefällen denkbar ist. Außerdem wurde die Ruhezeit zwischen zwei Schichten an einer auswärtigen Einsatzstelle verbessert.

Kurz und gut – der Abschluss ist gelungen und agilis hält damit Schritt mit der Entwicklung in anderen Unternehmen. Positiv hervorzuheben ist besonders die Bereitschaft des Arbeitgebers, die betriebliche Arbeitszeit schon im kommenden Jahr abzusenken, obwohl diese bis Ende 2018 der Friedenpflicht unterliegt. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der GDL-Tarifkommission, die innerhalb von drei Wochen darüber beraten und beschließen wird.

» PDF-Version (farbig)
» PDF-Version (schwarz-weiß für GDL-Vordrucke)

Mehr zum Thema NE-Bahnen