» Das Beste gegen Stau und Luftverschmutzung ist die Schiene

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SBB Cargo Deutschland GmbH

Ärger steht ins Haus

GDL Aktuell - Aushang Fakten - 03.05.2017

„Wir sind dann mal weg." Mit diesem kurzen Satz ist das Verhalten der SBB Cargo Deutschland GmbH (SBB CD) während der Verhandlungen zum Flächentarifvertrag für den Schienengüterverkehr (BuRa-LfTV/SGV) am 28. April 2017 in Frankfurt am Main am besten beschrieben. Damit ist das Unternehmen nicht mehr in der Gruppe des BuRa-LfTV/SGV, sondern will künftig wieder separate Tarifverträge mit der GDL abschließen.

Das ist eine schlechte Wahl in vielerlei Hinsicht. Zum einen sind die Lokomotivführer im Unternehmen sauer, weil künftig Einstellungen nur noch im Tochterunternehmen RT&S Lokführer-Akademie GmbH erfolgen sollen, das neben der Ausbildung von Lokomotivführern auch Eisenbahn- und Personaldienstleistungen erbringen soll. Das relativ neu gegründete Unternehmen ist nicht tarifgebunden. Das sieht aus wie und riecht nach Tarifflucht. Zum anderen hat die SBB CD damit die Notwendigkeit geschaffen, umfangreiche Verhandlungen aufzunehmen. Eine tarifvertraglich vereinbarte Lohnerhöhung und andere Verbesserungen, wie bei den Zulagen und bei Urlaub, sind damit in die Ferne gerückt. Im Moment kann die GDL noch nicht einschätzen, wie weit. Augenblicklich gibt es weder eine Agenda noch Verhandlungstermine. Das Unternehmen hat sich offenbar keine Gedanken gemacht, was mit diesem Schritt eigentlich bewirkt wird. Die GDL hat den unerwarteten Schritt des Unternehmens zur Kenntnis genommen. Zwar war das keine erfreuliche Entwicklung, aber die Entscheidung ist wie sie ist.

Das Unternehmen hat aber wohl auch bereits erkannt, dass die Aktion auch gegen den Baum gehen kann. Schon am 2. Mai bat SBB CD eilig um ein weiteres Gespräch, das nun für den 18. Mai angesetzt ist. Die GDL erwartet aber entspannt die Erklärungen. Und was passiert, wenn das Unternehmen kein Konzept hat? Nun ja, in den wesentlichen Regelungen des Tarifvertrages besteht keine Friedenspflicht…

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