» Belastungsstudie DB Cargo: Offenbarungseid der EVG

Mit der gemeinsam aufgelegten „Belastungsstudie 2017 Triebfahrzeugführer“ geben die Geschäftsführung und der EVG-geführte Gesamtbetriebsrat bei DB Cargo vor, sich ein Bild über die Arbeitsbelastung der Güterverkehrslokomotivführer machen zu wollen. Gleichzeitig versuchen sie, entgegen der abgeschlossenen GDL-Tarifverträge, die seit Jahren von ihnen betriebene Hyperflexibilisierung zu zementieren! Die EVG zeigt sich von dem Projekt begeistert und ruft in einem Aushang zur Beteiligung an der wissenschaftlich begleiteten Mogelpackung auf. ... mehr

Albtal-Verkehrs-Gesellschaft

Viel zu viel Sand im Getriebe

Aushang Fakten - GDL Aktuell - 17.03.2017

Sehr ernüchtert musste die GDL dieses Fazit nach der dritten Verhandlungsrunde mit der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) am 16. März 2017 in Karlsruhe ziehen. Der Arbeitgeber hatte der GDL im Vorfeld zu diesem Termin zwar ein Angebot unterbreitet, das sich jedoch als völlig unzureichend erwies.

So gab es beispielsweise kein Angebot zur:

  • Erhöhung des Zeitzuschlags für Nachtarbeit auf vier Minuten
  • Ausdehnung des Zeitraums der Nachtarbeit um eine Stunde
  • Heranführung der Zulagen auf das Niveau des BuRa-ZugTV
  • Einführung verbindlicher Regelungen zum Überstundenabbau
  • Abschluss eines Tarifvertrages über eine gemeinsame Einrichtung für Sozialleistung.

Die AVG verknüpfte die angebotenen Verbesserungen mit der Auflage, die bestehenden Regelungen zu verschlechtern. So bot man zwar eine Überstundengrenze an – die dann allerdings erst und einmalig im Abrechnungszeitraum 2018/2019 wirksam werden soll. Dadurch würde indes das Wahlrecht für die Zeitgutschrift von 20 Minuten pro Überstunde dauerhaft entfallen. Der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen e.V. (AGVDE) „würzte“ den Verhandlungstag zudem lieber mit zeit- und kräftezehrenden Scheindiskussionen über Tarifregelungen anderer Tarifverträge, anstatt mit sachgerechten Argumenten darzulegen, warum die Forderungen der GDL nicht umsetzbar sein sollen. Nach einem sehr intensiven Austausch der jeweiligen Standpunkte stellte die GDL deutlich klar, dass das vorgelegte Angebot nicht geeignet ist, einen Abschluss zu erzielen.

Nach der Darlegung der neuen Marktreferenz aus dem Schlichtungsergebnis betonte die GDL zudem, sich Sachargumenten im Gegensatz zu reiner Polemik nicht zu verschließen. Die Abschlussrunde ist für den 5. April 2017 terminiert und am 6. April wird die Tarifkommission entweder über einen Abschluss oder über das weitere Vorgehen befinden. Die Arbeitgeberseite darf jedenfalls versichert sein, dass die GDL-Mitglieder auch bereit sind ihren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen!

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