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DB-Tarifforderungen

Mehr Plan, mehr Leben

GDL Aktuell - Telegramm - 14.09.2016

„Das Zugpersonal ist in Not: Durch stetig wachsenden Arbeitsdruck, unzählige Überstunden und sich dauernd ändernde Schichtpläne ist die Balance zwischen Arbeit und Leben aus dem Gleichgewicht geraten. Wir fordern daher mehr Freizeit, weniger Überstunden und die bessere Planbarkeit der Arbeitszeit, damit die Beschäftigten Familie und Freizeit endlich wieder vereinbaren können.“ Mit diesen Worten unterstrich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die Tarifforderungen bei der DB.

Entlastung des Zugpersonals

Obwohl die Rahmenbedingungen höhere Löhne rechtfertigen würden, strebt die GDL in dieser Tarifrunde eine moderate Einkommenserhöhung von durchschnittlich vier Prozent an. Der Schwerpunkt der Forderungen liegt unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“ indes auf der dringend notwendigen Belastungssenkung und der langfristig besseren Planbarkeit von Arbeitseinsätzen und Ruhetagen. „Die von der GDL 2014 erzielte Verringerung der Überstunden wurde hauptsächlich durch Ausbezahlung ausgeglichen“, so Weselsky, „doch das senkt die Belastung nicht. Wir fordern von der DB daher rasche und wirksame Maßnahmen zur Entlastung des Zugpersonals.“

Die Tarifkommission DB AG der GDL hat hierzu am 17. August 2016 in Frankfurt am Main einstimmig einen umfangreichen Katalog von Forderungen für Lokomotivführer, (inklusive Lokrangierführer) Zugbegleiter, Bordgastronomen, Instruktoren/Trainer und Disponenten beschlossen. Neben der Entgelterhöhung sowie Strukturänderungen bei den Entgelttabellen und der Verbesserung und Vereinheitlichung der Zulagensysteme stellt die GDL vor allem folgende Kernforderungen:

  • Zwei zusammenhängende Ruhetage pro Arbeitswoche (Montag bis Sonntag).
  • Jedes zweite Wochenende ist frei zu gewähren.
  • Erstellung eines verbindlichen Jahresruhezeitplans für ein Kalenderjahr. Dieser enthält den geplanten Urlaub sowie alle tariflichen Ruhen.
  • Eine um maximal 1,5 Stunden rollierende Schichtfolge, sodass der nächste Schichtbeginn frühestens 22,5 Stunden nach Beginn der Vorschicht erfolgen darf.
  • Gleiche Arbeitszeitregelungen für das gesamte Zugpersonal. Dieser Schutz erstreckt sich auch auf die Teilzeitbeschäftigten.
  • Streichung der Bereitstellungslokomotivführer in Lf 6.
  • Ausweitung des Geltungsbereiches auf das Zugpersonal in allen Gesellschaften des DB-Konzerns.

„Wir sind davon überzeugt, dass das Forderungspaket den dringend notwendigen Verbesserungen für mehr Planbarkeit und daraus resultierend mehr Lebensqualität Rechnung trägt," so Weselsky. „Wenn unsere Berufe dadurch außerdem für neue Mitarbeiter attraktiver werden, so ist dies zugleich ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsgewinnung.“

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