» DB-Tarifverhandlungen: Altes Angebot – neu erklärt

Mit diesen Worten lässt sich die fünfte Verhandlungsrunde mit der DB am 28. November 2016 in Frankfurt am Main trefflich beschreiben. Die einzige Veränderung zum Angebot vom 17. November war eine Verhandlungsverpflichtung über die gewonnenen Erkenntnisse der betrieblichen Arbeitszeitprojekte, die der Arbeitgeber statt der geforderten Arbeitszeitregelungen durchführen will. ... mehr

dbb-Jahrestagung

Intensiver Meinungsaustausch

Telegramm - GDL Aktuell - 11.01.2016

Die stellvertretenden dbb-Bundesvorsitzenden Willi Russ und Claus Weselsky (re.) Foto: Gerda Seibert
Die stellvertretenden dbb-Bundesvorsitzenden Willi Russ und Claus Weselsky (re.) Foto: Gerda Seibert

Die GDL nutzt die gewerkschaftspolitische Jahrestagung des dbb jedes Jahr zum intensiven Meinungsaustausch mit Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Medien, so auch die 57. Tagung vom 10. bis 12. Januar 2016 in Köln zum Thema „Flüchtlingssituation und Einkommensrunde: Herausforderungen für die Demokratie – Politik contra Bürger?“.

Die beiden stellvertretenden dbb-Bundesvorsitzenden Willi Russ und Claus Weselsky sind sich einig: Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Karlsruher Richter das Tarifeinheitsgesetz dahin befördern, wo es hingehört, in den Müllereimer der Geschichte. Kann nur noch die größere Gewerkschaft in einem Betrieb die Tarifverträge schließen, ist dies nicht mit der Koalitionsfreiheit vereinbar. Artikel 9 Absatz 3 besagt, dass sich Arbeitnehmer und -geber zur Wahrung ihrer Interessen zusammenschließen dürfen, etwa in Gewerkschaften. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Der dbb und die GDL haben deshalb gegen das Tarifeinheitsgesetz Verfassungsbeschwerde eingelegt.



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