» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Bezirksversammlung Süd-West

Bezirksvorstand klar bestätigt

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 23.11.2016

Bezirksvorstand Süd-West und geschäftsführender Bundesvorstand (v.l.): Kassenprüfer Stefan Gaadt, stellvertretender Bundesvorsitzender Lutz Schreiber, Kassenprüfer Stefan Mühlberger, erster stellvertretender Bezirksvorsitzender Jens-Peter Lück, Beisitzer Fernverkehr Klaus Kreußel, stellvertretender Kassierer Jörn Wache, Bezirksvorsitzender Lutz Dächert, Bundesvorsitzender Claus Weselsky, Beisitzer Regio Marko Berkhahn, zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender Danny Grosshans, stellvertretender Schriftführer Sebastian Klein, Beisitzerin Zugbegleiter Angelika Ketterle, Kassierer Karl-Heinz Kollera, Schriftführer Marko Schönfelder, Bezirksjugendleiter Thomas Göldner, Beisitzer NE-Bahnen Olaf Benz, Beisitzer Cargo Manfred Weghaupt, stellvertretender Bundesvorsitzender Norbert Quitter Foto: Stefan Mousiol
Bezirksvorstand Süd-West und geschäftsführender Bundesvorstand (v.l.): Kassenprüfer Stefan Gaadt, stellvertretender Bundesvorsitzender Lutz Schreiber, Kassenprüfer Stefan Mühlberger, erster stellvertretender Bezirksvorsitzender Jens-Peter Lück, Beisitzer Fernverkehr Klaus Kreußel, stellvertretender Kassierer Jörn Wache, Bezirksvorsitzender Lutz Dächert, Bundesvorsitzender Claus Weselsky, Beisitzer Regio Marko Berkhahn, zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender Danny Grosshans, stellvertretender Schriftführer Sebastian Klein, Beisitzerin Zugbegleiter Angelika Ketterle, Kassierer Karl-Heinz Kollera, Schriftführer Marko Schönfelder, Bezirksjugendleiter Thomas Göldner, Beisitzer NE-Bahnen Olaf Benz, Beisitzer Cargo Manfred Weghaupt, stellvertretender Bundesvorsitzender Norbert Quitter Foto: Stefan Mousiol

„Eigentlich sollte die DB ihre Lehren aus dem letzten Tarifkonflikt gezogen und begriffen haben, dass wir unseren Forderungen erfolgreich Nachdruck verleihen können. Doch wer aus Niederlagen nichts lernt, wird niemals siegen“. Das sagte der fast einstimmig bestätigte Vorsitzende des Bezirks Süd-West der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Lutz Dächert in der Bezirksversammlung vom 22. bis 23. November 2016 in Mannheim.

82 Delegierte haben den neuen Bezirksvorstand gewählt und die Weichen für die bezirkspolitische Arbeit der kommenden Jahre gestellt. Zu einem Wechsel kam es auf den Positionen des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. Während Jens-Peter Lück für den aus Altersgründen ausscheidenden Kurt Wenker vom zweiten in das Amt des ersten Stellvertreters aufrückte, wurde Danny Grosshans zum zweiten Stellvertreter gewählt. Der 36-Jährige ist Lokomotivführer bei DB Regio Süd-West und Vorsitzender der Ortsgruppe Heidelberg.

Erfolgreiche Tarifarbeit im Bezirk

Lutz Dächert zog in Mannheim eine positive Bilanz der bezirklichen Arbeit. So sei es auch in schwierigen Fällen und gegen zum Teil erhebliche Widerstände der Arbeitgeber gelungen, wegweisende Tarifverträge abzuschließen. Dächert verwies an dieser Stelle auf die Saarbahn GmbH, bei der mehrere Streiks für den erfolgreichen Abschluss nötig waren. Einen weiteren Erfolg erzielte die GDL auf dem Verhandlungsweg: Bei der vlexx GmbH, einem Unternehmen der Netinera-Gruppe, wurde erstmals ein GDL-Tarifvertrag abgeschlossen. Darüber hinaus konnten in den Tarifverträgen der MEV Eisenbahnverkehrsgesellschaft, bei Trans Regio und der SBB GmbH deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten erzielt werden. „Diese positiven Ergebnisse sind das Resultat der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen unseren Mitgliedern, den Amtsinhabern vor Ort und dem Bezirksvorstand“, so Dächert.

Ohrfeige für das Zugpersonal

Neben den bezirklichen Themen standen in Mannheim die Tarifverhandlungen mit der DB ganz oben auf der Tagesordnung. „Es klingt wie ein schlechter Witz“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky, „aber offenbar befindet sich die DB-Verhandlungsführung mental noch in der Tarifrunde 2014/2015. Doch darüber können wir gar nicht lachen“. Die Aussage des Arbeitgebers, es gäbe wenn überhaupt nur eine punktuelle Belastung bei einigen Mitarbeitern, sei eine Ohrfeige für das Zugpersonal: „Menschenverachtender kann man mit seinen Beschäftigten nicht umgehen. Drei Millionen Überstunden sind doch nicht einfach weg, nur weil sie ausbezahlt wurden.“ Die GDL halte an ihren Forderungen fest und verfolge das Ziel der Belastungssenkung über verbesserte Arbeitszeit- und Ruhetagsregelungen unbeirrt weiter. Der Bundesvorsitzende ging auch auf die Äußerungen des DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube zum autonomen Fahren auf der Schiene ein: „Mit diesen Aussagen hat Herr Grube der Branche schweren Schaden zugefügt. Welcher junge Mensch will denn noch Lokomotivführer werden, wenn er hört dass sein Beruf ungefähr im Jahre 2023 überflüssig ist? Und das angesichts des herrschenden Personalmangels!“

Weselsky betonte, dass die GDL ihren Kampf für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen des Zugpersonals konsequent fortsetzen werde. Ein Erfolgsgarant sei die hohe Solidarität und der unverbrüchliche Zusammenhalt der GDL-Mitglieder: „Es gibt drei Buchstaben die uns einen und es gibt eine Berufsehre die uns verbindet. Wir alle sind stolz darauf in der GDL zu sein und das kann uns niemand nehmen!“


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