» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Bezirksversammlung Frankfurt

„Belastung senken, Lebensqualität erhöhen“

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 03.11.2016

Vorstand Bezirk Hessen-Thüringen-Mittelrhein (v. l.): Dagmar Fischer (Beisitzer Regio), Thomas Jehnes (Beisitzer Zub/KiN), Christoph Henrich (Bezirksschriftführer), Anja Hoche (Beisitzer Zub/KiN), Herbert Gröning (Bezirksseniorenvertreter), Thomas Mühlhausen (Beisitzer Cargo) Frank-Michael Gantke (erster stellvertretender Bezirksvorsitzender), Rasmus Runde (Bezirksjugendleiter), Karl de Andrade-Huber (Bezirksvorsitzender), Karsten Müller (Beisitzer NE-Bahnen), Norbert Dönges (Bezirkskassierer), Marco Kraft (zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender), Matthias Kühn (Beisitzer Gastro), Michael Kleinemeier (Beisitzer Fernverkehr) Foto: Stefan Mousiol
Vorstand Bezirk Hessen-Thüringen-Mittelrhein (v. l.): Dagmar Fischer (Beisitzer Regio), Thomas Jehnes (Beisitzer Zub/KiN), Christoph Henrich (Bezirksschriftführer), Anja Hoche (Beisitzer Zub/KiN), Herbert Gröning (Bezirksseniorenvertreter), Thomas Mühlhausen (Beisitzer Cargo) Frank-Michael Gantke (erster stellvertretender Bezirksvorsitzender), Rasmus Runde (Bezirksjugendleiter), Karl de Andrade-Huber (Bezirksvorsitzender), Karsten Müller (Beisitzer NE-Bahnen), Norbert Dönges (Bezirkskassierer), Marco Kraft (zweiter stellvertretender Bezirksvorsitzender), Matthias Kühn (Beisitzer Gastro), Michael Kleinemeier (Beisitzer Fernverkehr) Foto: Stefan Mousiol

„Den Beschäftigten wird zunehmend mehr abverlangt, als sie zu leisten imstande sind. Die Belastung des Zugpersonals muss daher dringend gesenkt und die Balance zwischen Arbeit und Freizeit wieder hergestellt werden“, so der in der Bezirksversammlung am 2. November 2016 in Fulda in seinem Amt bestätigte Vorsitzende des neu zugeschnittenen Bezirks Frankfurt der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Karl de Andrade-Huber.

Durch die Zusammenlegung der Bundesländer Hessen und Thüringen sowie die Zuordnung der Ortsgruppen Koblenz und Trans-Regio-Mittelrhein (Koblenz) wurde der einstige Bezirk Frankfurt in der Bezirksversammlung umbenannt. Er heißt nun Hessen-Thüringen-Mittelrhein (HTM). Neu gewählt wurden die beiden stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. Für den aus Altersgründen ausscheidenden Michael Krienke rückte Frank-Michael Gantke als erster Stellvertreter nach. Der 54-jährige Geraer ist Lokomotivführer bei DB Regio Thüringen. Zum zweiten stellvertretenden Bezirksvorsitzenden wurde der 41-jährige Kundenbetreuer im Nahverkehr bei DB Regio Mittelhessen, Marco Kraft gewählt.

Nachhaltige Lösungen für das Zugpersonal

63 Delegierte haben den neuen Bezirksvorstand gewählt und die Weichen für die gewerkschaftspolitische Arbeit der kommenden Jahre gestellt. Auch in diesem Bezirk stehen Verbesserungen von Arbeitszeitregelungen ganz oben auf der Tagesordnung. Die unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“ laufenden Verhandlungen mit der Deutschen Bahn stagnieren, nachdem sich kürzlich auch die zweite Runde als Nullrunde erwiesen hat. Zu den fundierten Forderungen der GDL hatte die DB bis jetzt keine einzige konkrete Zusage parat. „Stattdessen gefällt sich der Arbeitgeber darin, uns einlullen zu wollen“ so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „In einem Singsang an Projekten in den kommenden Jahren soll weiter ausgelotet werden, ob überhaupt – und wenn ja – welche Arbeitszeitregelungen für Lokomotivführer und Zugbegleiter verbessert werden könnten.“

Doch die GDL wird sich nicht ruhigstellen lassen. „Die Probleme liegen auf dem Tisch. Jetzt fordern wir mit den richtigen tariflichen Instrumenten eine nachhaltige Lösung für unsere Mitglieder“, so Weselsky. „Die Überstunden müssen tatsächlich reduziert und die Arbeitszeitregelungen dringend verbessert werden“.

Tarifierung weiterer Eisenbahnunternehmen

Durch die Zusammenlegung ist die Zahl der Ortsgruppen im Bezirk von zuvor neun auf 24 angestiegen. „Es gilt jetzt, die neu hinzugekommenen Ortsgruppen zu integrieren und im Interesse unserer Mitglieder vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“, so Karl de Andrade-Huber. Noch sind nicht alle Eisenbahnverkehrsunternehmen Tarifpartner der GDL. Neben der Belastungssenkung des Zugpersonals steht deshalb die Tarifierung der GDL-Mitglieder bei der Süd-Thüringen Bahn, der Erfurter Bahn und der Hörseltalbahn weit oben auf der bezirklichen Agenda.


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