» Ein guter Tag für das Zugpersonal

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für viele Menschen war der 12. September 2017 ein Tag wie jeder andere. Doch für die Lokomotivführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen, Disponenten, Trainer und Instruktoren bedeutete dieser Dienstag weitaus mehr: Mit dem Tag des Zugpersonals zeigten die GDL-Mitglieder bundesweit Flagge ... mehr

DB-Verhandlungsfarce beendet

GDL ruft Schlichtung an

Aushang Report - GDL Aktuell - 24.12.2016

Das war’s: Nach sechs ergebnislosen Runden hat die GDL die Reißleine gezogen, die Tarifverhandlungen mit der DB beendet und die Schlichtung angerufen. Damit findet eine zähe Verhandlungsfarce ihr Ende, in der die Gleichgültigkeit des Arbeitgebers gegenüber den Interessen des Zugpersonals immer deutlicher zutage trat.

Zu keinem Zeitpunkt machte die DB den Eindruck, mit der GDL ernsthaft über ihre Forderungen verhandeln zu wollen. Stattdessen las sie uns unter dem Motto „abwiegeln, aussitzen, Zeit gewinnen“ Runde um Runde minimale Variationen des immer gleichen Scheinangebotes vor und versuchte, uns sinnlose Arbeitszeitprojekte anzudrehen. Doch das Zugpersonal hat keine Zeit für solche Spielchen: Zu dringend benötigt es eine wirksame Belastungssenkung durch verbesserte Arbeitszeit- und Ruhezeitregelungen.

Hartleibig zeigt sich der Arbeitgeber auch bei den Entgeltforderungen. Geht es nach der DB, soll sich das Zugpersonal weiterhin mit 0,66 Prozent pro Jahr für 27 Monate abspeisen lassen – eine Ohrfeige für die Beschäftigten. Da fällt es kaum noch ins Gewicht, dass sich der Arbeitgeber weigert, bestehende Tarifverträge anzuwenden. So schreckt er nicht einmal davor zurück, unter die GDL-Tarifverträge fallenden Auszubildenden die ihnen zustehende Fahrentschädigung vorzuenthalten.

Offenbar ist das DB-Management immer noch im Wolkenkuckucksheim zuhause. Man hebt ab, träumt davon, der beste Arbeitgeber des Landes zu sein und verliert darüber jegliche Bodenhaftung. Doch wer die betriebliche Realität aus dem Blick verliert und glaubt, die Leistungen des Zugpersonals dauerhaft ignorieren zu können, dem droht ein böses Erwachen. Aber da seien zunächst die Schlichter davor: In ihren Händen liegt es nun, erfolgreiche Lösungen für die Beschäftigten zu erarbeiten.

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