GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

» Schwarzfahren ist kein Bagatelldelikt

„Gehören Schwarzfahrer ins Gefängnis?“ titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 29. November 2017 zur Diskussion, ob Beförderungserschleichung strafbar sein soll. Aufgrund der hohen Kosten für die Verfahren einer ohnehin überlasteten Justiz und zur Vollstreckung könnte Schwarzfahren zum Bagatelldelikt degradiert werden. ... mehr

HLB Basis AG und Hessenbahn GmbH

Neuer Ärger

GDL Aktuell - Aushang Report - 23.12.2016

Die GDL-Tarifkommission für die HLB Basis AG und die HLB Hessenbahn GmbH wird am 4. Januar 2017 zu einer Sitzung zusammentreten. Thema der Sitzung wird die Beratung und Beschlussfassung zu einer vom Arbeitgeber bisher nicht angemeldeten Verschlechterung der Tarifverträge sein, oder der Widerruf des gesamten Tarifabschlusses vom 31. Mai 2016.

Scheinbar geht es nur um eine „Kleinigkeit" für wenige Mitarbeiter, nämlich die Lehrlokomotivführer. Obwohl es nie vereinbart und nie vom Arbeitgeber gewünscht war, sollen auch diese Kollegen so wie die Disponenten mit einer individuellen Vergütung in den Flächentarifvertrag KoRa-ZugTV HLB überführt werden. Eine solche Regelung ist nicht durch den Beschluss der Tarifkommission vom 27. Juli 2016 gedeckt. Der Arbeitgeber behauptet zu seiner Verteidigung, dass die GDL das ja wohl hätte wissen oder ahnen müssen – und wenn schon das nicht, dann müsse sie zumindest nun ein Einsehen haben.

Nachdem der Arbeitgeber die Fertigstellung der Tarifverträge über Monate verschleppt hat, haben wir nun eine erneute Verzögerung. Der GDL ist bekannt, dass ihre Mitglieder wegen der Verzögerungen der vergangenen Monate zu Recht sauer waren und sind und nicht ansatzweise verstehen, was hier eigentlich – wieder einmal – so lange dauert. Doch die Gründe liegen auf der Hand: Es sind neben dem bewussten Verzögern der Abarbeitung der Verhandlungsergebnisse genau solche wiederholten Versuche des Arbeitgebers, Regelungen zu seinen Gunsten mit Zeitdruck in die Tarifverträge zu bringen.

Darüber führten wir mit einem längeren Schreiben vom 9. November 2016 Beschwerde und kündigten an, den bestehenden Tarifabschluss bei weiteren Verzögerungen zu widerrufen. Das geht nur vollständig und käme einem Scheitern der Tarifverhandlungen gleich. Die Folge wäre die Aufnahme von Streiks. Vielleicht braucht der Arbeitgeber ja so einen kleinen „Weckruf" um zu verstehen, dass wir im Nachhinein keine Änderungen akzeptieren, die stets „natürlich" zu Gunsten des Arbeitgebers vorgenommen werden sollen.

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