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Westfälische Landes-Eisenbahn

Verhandlungen abgeschlossen

Aushang Report - GDL Aktuell - 13.01.2016

Für die GDL-Mitglieder bei der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) fängt das Jahr 2016 gut an. Am 12. Januar 2016 gelang es der GDL in Köln, mit dem Arbeitgeber einen Tarifabschluss zu erzielen.

Neben den Verbesserungen, die durch die Anwendung des Flächentarifvertrags für den Schienengüterverkehr (BuRa-LfTV/SGV) – auch für die Rangierer – wirksam werden, konnte auch im Haustarifvertrag eine Reihe von Verbesserungen vereinbart werden. So wird die Überzeitzulage künftig auf Basis der individuellen Entgeltstufe und nicht mehr auf Basis der Eingangsstufe berechnet. Lokomotivführer, die gleichzeitig Wagenmeister sind, bekommen rückwirkend zum 1. Oktober 2015 statt drei Euro eine monatliche Pauschale von 30 Euro und zusätzlich fünf Euro pro behandelten Zug. Damit konnte die GDL die Prämierung für die zusätzliche Qualifikation sehr deutlich verbessern.

Auch die Flexibilität der Lokomotivführer wird künftig deutlich besser honoriert. Ab 1. Januar 2016 treten zwei neue Regelungen in Kraft, die einen Ausgleich für den Verlust an planbarer Freizeit der Mitarbeiter regeln. Verlängert sich eine Schicht über ihr planmäßiges Ende hinaus, wird für die Zeit der Verlängerung ein Zeitzuschlag von 25 Prozent gewährt. Zum anderen wird eine Regelung wirksam, die einen Arbeitszeitzuschlag bei Ausfall, Teilausfall oder Verschiebung einer Schicht regelt.

Außerdem wird der Haustarifvertrag um eine Regelung ergänzt, nach der die Anbindung der Vergütung für die Lokomotivführer an die des BuRa-LfTV/SGV 102 Prozent beträgt. Dies war vorher nur protokollarisch festgehalten. Versuche des Arbeitgebers, diesen Wert abzusenken, sind damit künftig zwecklos. Das Verhandlungsergebnis steht unter Widerrufsvorbehalt bis zum 26. Januar 2016. Die betriebliche GDL-Tarifkommission bei der WLE wird bis dahin das Verhandlungsergebnis bewerten.

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