GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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„Gehören Schwarzfahrer ins Gefängnis?“ titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 29. November 2017 zur Diskussion, ob Beförderungserschleichung strafbar sein soll. Aufgrund der hohen Kosten für die Verfahren einer ohnehin überlasteten Justiz und zur Vollstreckung könnte Schwarzfahren zum Bagatelldelikt degradiert werden. ... mehr

Netinera-Unternehmen

KoRa-ZugTV beschlossen

GDL Aktuell - Aushang Fakten - 22.01.2016

Bei den Netinera-Unternehmen Die Länderbahn, erixx, metronom und vlexx soll es künftig einen Konzern-Rahmen-Zugpersonal-Tarifvertrag (KoRa-ZugTV NE) geben. Das beschlossen die betrieblichen Tarifkommissionen der genannten Unternehmen im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung in Frankfurt am Main jeweils einstimmig. Für die Ostdeutsche Eisenbahn wird diese Forderung erst nach Ablauf des jüngst vereinbarten Tarifvertrages am 31. Dezember 2016 gestellt.

Kern der Forderung ist die Absenkung der Referenz-Arbeitszeit von derzeit 2 036 auf 1 984 Stunden pro Jahr. Zugleich soll die Vergütung nicht nur das neue Marktniveau abbilden, sondern selbst ein neues Marktniveau setzen. Neben der Forderung nach Absenkung der Arbeitszeit fordert die GDL damit eine Entgelterhöhung von 2,6 Prozent. Für Lokomotivführer ergibt sich somit ein Eingangsentgelt von 2 685 Euro, das sich mit dem dreißigsten Jahr der Berufserfahrung auf 3 288 Euro erhöhen soll – und das wohlgemerkt auf Basis der 38-Stunden-Woche!

Künftig sollen auch Zugbegleiter und Disponenten vom KoRa-ZugTV NE erfasst werden. Zugbegleiter sollen zwischen 2 299 und 2 536 Euro monatlich verdienen. Außerdem soll der Zeitzuschlag für Nachtarbeit von bisher zwei auf vier Minuten erhöht werden. Zudem fordert die GDL einen maßgeblich verbesserten Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit.

Mit diesen Forderungen, die die GDL wortgleich auch für die Unternehmen der Transdev- und der HLB-Gruppe stellt, geht zugleich eine Strukturänderung einher: Weg von einzelnen Haustarifverträgen, hin zu separaten Rahmentarifverträgen auf Konzernebene. Die GDL leitet den Unternehmen und den Konzerngesellschaften die Forderungen umgehend zu und drängt auf eine zügige Aufnahme und einen raschen Abschluss. Ergänzend fordert die GDL unternehmensspezifische Verbesserungen in den Haustarifverträgen.

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