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Hessische Landesbahn

KoRa-ZugTV beschlossen

Aushang Fakten - GDL Aktuell - 20.01.2016

Bei den Unternehmen der Hessischen Landesbahn, der HLB Basis AG und der Hessenbahn GmbH, soll es zukünftig einen Konzern-Rahmen-Zugpersonal-Tarifvertrag (KoRa-Zug TV HLB) geben. Das beschlossen die betrieblichen Tarifkommissionen der genannten Unternehmen im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung in Frankfurt am Main jeweils einstimmig.

Kern der Forderung ist die Absenkung der Referenz-Arbeitszeit von derzeit 2 036 Stunden auf 1 984 Stunden pro Jahr. Zugleich soll die Vergütung nicht nur das neue Marktniveau abbilden, sondern selbst ein neues Marktniveau setzen. Neben der Forderung nach Absenkung der Arbeitszeit fordert die GDL somit eine Entgelterhöhung von 2,6 Prozent. Für Lokomotivführer ergibt sich damit ein Eingangsentgelt von 2 685 Euro, das sich mit dem dreißigsten Jahr der Berufserfahrung auf 3 288 Euro erhöhen soll – und das wohlgemerkt auf Basis der 38-Stunden-Woche!

Künftig sollen auch Zugbegleiter und Disponenten vom KoRa-ZugTV HLB erfasst werden. Zugbegleiter sollen zwischen 2 299 und 2 536 Euro monatlich verdienen. Außerdem soll der Zeitzuschlag für Nachtarbeit von bisher zwei auf vier Minuten erhöht werden. Zudem fordert die GDL einen maßgeblich verbesserten Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit.

Mit diesen Forderungen, die die GDL wortgleich auch für die Unternehmen der Transdev- und der Netinera-Gruppe stellt, geht auch eine Strukturänderung einher: Weg von einzelnen Haustarifverträgen, hin zu separaten Rahmentarifverträgen auf Konzernebene. Die GDL leitet den Unternehmen und den Konzerngesellschaften die Forderungen umgehend zu und drängt auf eine zügige Aufnahme und einen raschen Abschluss der Tarifverhandlungen. Ergänzend fordert die GDL unternehmensspezifische Verbesserungen in den Haustarifverträgen.

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