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Deutsche Bahn

Änderungsverträge zum Arbeitsvertrag nicht unterschreiben!

Aushang Report - GDL Aktuell - 08.12.2015

Die GDL empfiehlt ihren Mitgliedern noch einmal dringlich, die von der DB ausgegebenen Änderungsverträge zum Arbeitsvertrag nicht zu unterschreiben. Damit sollen nachteilige Veränderungen eines bestehenden Arbeitsvertrages vermieden werden.

Aufgrund der gesetzlichen Tarifbindung für Mitglieder der tarifschließenden Gewerkschaft müssen GDL-Mitglieder keine sachfremde Änderung ihres Arbeitsvertrages akzeptieren. Die von der GDL abgeschlossenen Tarifverträge sind immer auf ihr Arbeitsverhältnis anzuwenden, denn das Tarifvertragsgesetz gilt unabhängig vom Arbeitsvertrag. Ihren Anspruch haben die GDL-Mitglieder dem Arbeitgeber schon mit der Anzeige der Tarifbindung in absolut ausreichender Form erklärt. Die Versuche der GDL, mit der DB eine einvernehmliche Lösung zur korrekten Darstellung von Eingruppierung und Tarifbindung im Arbeitsvertrag zu erzielen, schlugen leider fehl. Die DB will die nachteiligen Veränderungen auch weiterhin umsetzen, ohne die inhaltlich richtigen Änderungen vorzunehmen. Sie hält damit an ihrer Absicht fest, die eigenen Mitarbeiter willkürlich zu benachteiligen.

Nun sollen GDL-Mitglieder sogar durch Fristsetzung unter Druck gesetzt werden, die für sie nachteiliegen Änderungen hinzunehmen. Sollte der Arbeitgeber GDL-Mitgliedern die Anwendung unserer Tarifverträge wegen Ablehnung eines sachfremden Änderungsvertrages verweigern, wird die GDL den Betroffenen Rechtsschutz gewähren, um die Anwendung der gesetzlichen Tarifbindung einzufordern.

Wer bereits im Vertrauen auf die Sachkenntnis des Arbeitgebers einen solchen sachfremden Änderungsvertrag unterschrieben hat, sollte ebenfalls umgehend Rechtsschutz beantragen, um den früheren Arbeitsvertrag wieder zur Anwendung zu bringen und nachteilige Änderungen rückgängig machen zu lassen. Klar ist: Den Versuchen der DB, der GDL und ihren Mitgliedern zu schaden, treten wir entschlossen entgegen. Kein GDL-Mitglied muss fürchten, um die Früchte der hart erkämpften Tarifverträge gebracht zu werden!

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