» DB-Tarifverhandlungen: Altes Angebot – neu erklärt

Mit diesen Worten lässt sich die fünfte Verhandlungsrunde mit der DB am 28. November 2016 in Frankfurt am Main trefflich beschreiben. Die einzige Veränderung zum Angebot vom 17. November war eine Verhandlungsverpflichtung über die gewonnenen Erkenntnisse der betrieblichen Arbeitszeitprojekte, die der Arbeitgeber statt der geforderten Arbeitszeitregelungen durchführen will. ... mehr

Wir sind gut gewappnet

Voraus Editorial - GDL Aktuell - 14.10.2014

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir müssen gemeinsam erleben, wie das Management der DB in einer unglaublich perfiden Art Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um unsere berechtigten Forderungen zum Schutz vor Überlastung des Zugpersonals abzuschmettern. Dabei ist es sich nicht zu schade, unsere ehrenwerten Berufe wiederholt in der Medienlandschaft zu diskreditieren.

Und dabei werden diejenigen, die als erste dem Frust der Fahrgäste ausgesetzt sind, als unbotmäßige, nimmersatte und den sozialen Frieden dieses Landes bedrohende Separatisten in die Ecke gestellt. Damit werden wir in der Tarifrunde 2014 ein für alle Mal Schluss machen.

Die Solidarisierung zwischen Lokomotivführern, Zugbegleitern, Disponenten, Ausbildern/Trainern und Instruktoren ist so stark ausgeprägt wie noch nie, weil jeder vernünftig denkende Mensch klar erkennt, welch perfide Taktik der Markführer im Eisenbahnverkehr hier fährt. Der gezielte Versuch, euren Bundesvorsitzenden als Egomanen zu diskreditieren, geht gründlich in die Hose. Ihr wisst, mit welch unterlauteren Mitteln auch Gewerkschaftsvorsitzende korrumpiert worden sind. Bei dem, was wir zurzeit in der Zentrale an Zuspruch von unserer Basis erhalten, wird eines klar erkennbar, ihr stärkt uns den Rücken und fordert uns auf, hart für unsere Forderungen zu kämpfen. Deshalb auf diesem Wege eine Bitte und ein Versprechen: Wir bitten um Verständnis, dass wir mit der uns zur Verfügung stehenden Tarifmacht verantwortungsvoll umgehen müssen und nicht überziehen werden. Wir versprechen gleichzeitig, die dringend notwendigen Verbesserungen in den Arbeits- und Einkommensbedingungen niemals aus den Augen zu verlieren und einen würdigen Tarifabschluss für unsere ehrenwerten Berufe herbeizuführen. Damit sind wir dauerhaft zusammengeschweißt und auch für die noch vor uns liegenden Auseinandersetzungen gewappnet.

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