» Die Zukunft der Eisenbahn

Liebe Kolleginnen und Kollegen, „es ist höchste Zeit, konsequent umzusteuern: Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg“. Diese Maxime gibt Herr Grube nach nunmehr über sechs Jahren als DB-Vorstandsvorsitzender aus. ... mehr

Es bleibt beim Streik!

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 17.10.2014

„Auch dieses mediengerechte Scheinangebot ist nicht geeignet, in die Verhandlungen einzusteigen, weil es lediglich dazu da ist, das Zugpersonal zu entsolidarisieren.“

Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky das heutige Angebot der Deutschen Bahn. Der Arbeitskampf bei der DB wird deshalb, wie geplant, bis Montag, dem 20. Oktober 2014 um 4 Uhr dauern.

Keine Verhandlungen für das Zugpersonal

Die DB verweigert nach wie vor, inhaltliche Verhandlungen für das gesamte Zugpersonal in der GDL. Sie bietet lediglich unverbindliche Gespräche und will weiterhin an der Tarifeinheit festhalten. Fakt ist aber, dass seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts 2010 Tarifpluralität in Deutschland gilt. Die GDL vertritt mit 51 Prozent die Mehrheit der 37.000 Beschäftigten des Zugpersonals in den Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB. Weselsky: „Wir werden nicht zulassen, dass es in unserer Gewerkschaft Mitglieder erster und zweiter Klasse gibt. Somit streikt das gesamte Zugpersonal weiterhin für inhaltliche Verhandlungen in gemeinsamen Tarifvertragsstrukturen für die mehr als 19.000 Beschäftigten, die bereits heute in der GDL organisiert sind.“

DB versucht, Solidarität der GDL-Mitglieder auszuhebeln

Die DB bietet für Lokomotivführer auf den ersten Blick scheinbar massive Verbesserungen, die sie aber gleichzeitig den Zugbegleitern verweigert. GDL-Bundesvorsitzender: „Der Arbeitgeber versucht, die Solidarität der GDL-Mitglieder untereinander auszuhebeln, was wir aber nicht zulassen werden.“ Auch beim Angebot für die Lokomotivführer lohnt sich ein genauer Blick. Die DB bietet zwar eine fünfprozentige Entgelterhöhung. „Es kommt aber nicht darauf an, was draufsteht, sondern was drin ist“, so Weselsky. Betrachtet man die 2,5-jährige Laufzeit, bleiben lediglich 2,1 Prozent im Jahr übrig, also nicht mehr, als die bisherige Stillhalteprämie für Lokomotivführer. Zum Schwerpunkt der GDL-Forderungen, nämlich zur Verringerung der Belastung, plant die DB 200 Lokomotivführer einzustellen. „Weselsky: Das ist nicht einmal ein Tropfen auf einen heißen Stein, denn seit Jahren schieben wir Überstundenberge vor uns her und jährlich sind weniger Lokomotivführer an Bord.“ 1.800 Lokomotivführer hätten ein Jahr lang Arbeit im DB-Konzern, um diese Überstunden abzubauen. Die 20.000 Lokomotivführer schieben drei Millionen Überstunden inklusive des Urlaubsrückstands vor sich her. Außerdem sagt die DB kein Wort zur Begrenzung von Überstunden, zur Verbesserung von Ruhetagsregelungen oder zur Verkürzung der Wochenarbeitszeit, weder für Lokomotivführer und schon gar nicht für das gesamte Zugpersonal.

Der GDL-Bundesvorsitzende fordert die DB auf, endlich ihre Blockade auf dem Rücken ihrer Kunden zu beenden und mit der GDL zügig über die bereits seit 23. Juni 2014 vorliegenden Tarifverträge für das Zugpersonal zu verhandeln. Weselsky: „Der Arbeitgeber weiß, dass wir bereit sind, bei den inhaltlichen Verhandlungen auch Zugeständnisse zu machen.“ Die GDL ist unabhängig vom Arbeitskampf jederzeit, auch am Wochenende, zu Hintergrundgesprächen bereit. Abgesagt hat diese die DB.



Weitere Links und Infos