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Liebe Kolleginnen und Kollegen, „es ist höchste Zeit, konsequent umzusteuern: Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg“. Diese Maxime gibt Herr Grube nach nunmehr über sechs Jahren als DB-Vorstandsvorsitzender aus. ... mehr

80 bis 90 Prozent der Züge standen still

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 08.10.2014

Streik am Münchner Hauptbahnhof/Foto: Erik Großmann
Streik am Münchner Hauptbahnhof/Foto: Erik Großmann

Die Fahrgäste haben die Züge gemieden, weil wir unseren Arbeitskampf 17 Stunden zuvor angekündigt haben. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Wir bedanken uns bei den vielen Fahrgästen für das Verständnis für unseren Streik, denn wir haben kein anderes Mittel mehr.

Die Deutsche Bahn muss mit uns in die inhaltlichen Tarifverhandlungen für unsere ureigenen Mitglieder des Zugpersonals einsteigen und ihre Wunschträume endlich der Realität anpassen.“ Kein Verständnis hat die GDL jedoch für die Informationspolitik der Deutschen Bahn. So hat sie heute Morgen auch nach dem Ende des Arbeitskampfes völlig unzureichend darüber informiert, wie die Züge fahren. „Das ist nicht Unfähigkeit, sondern Politik der DB, damit der Streik in ein schlechtes Licht gerückt wird und der Ruf nach einem Gesetz zur Tarifeinheit weiter unterfüttert wird.“

DB muss mit der GDL Tarifverträge für das Zugpersonal verhandeln

80 bis 90 Prozent der Güter- und Personenzüge der DB standen während des Streiks vom 7. Oktober 21 Uhr bis zum 8. Oktober 6 Uhr still oder hatten die entsprechende Verspätung. Weselsky: „Der hohe Zugausfall war der DB schon vor dem Arbeitskampf klar und trotzdem hat sie bisher kein verhandelbares Angebot vorgelegt, wie sie das der Öffentlichkeit und dem Zugpersonal immer wieder vorgaukelt.“ Die GDL vertritt mit 51 Prozent (19 000 Mitglieder) die Mehrheit der 37 000 Beschäftigten in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB. Weselsky: „Wir werden es uns nicht aus der Hand nehmen lassen, für unsere Mitglieder die Entgelt- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.“ Die GDL hat als Forderungsschwerpunkt die Entlastung des Zugpersonals in den Vordergrund gestellt. „Es muss Schluss sein mit permanenten Überstunden und überzogener Belastung. Deshalb ist die Begrenzung der Überstunden zwingend erforderlich“, so Weselsky. Außerdem fordert die GDL fünf Prozent mehr Entgelt und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit ab 2015. Die DB muss jetzt endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, die Realitäten in den EVU akzeptieren und die Tarifpluralität als Fakt anerkennen. Sie muss bereit sein, endlich inhaltlich für die GDL-Mitglieder des Zugpersonals zu verhandeln, denn nur so können deren Arbeitsbedingungen substanziell verbessert werden. GDL-Bundesvorsitzender: „Bei den inhaltlichen Verhandlungen werden wir selbstverständlich auch Kompromisse eingehen.“ Verhandelt der Arbeitgeber mit der GDL nicht über das Zugpersonal, sind weitere befristete Streiks vorprogrammiert: Jetzt ist die DB am Zug!



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