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DB trickst und täuscht

Gezielte Desinformationen auf dem Rücken der Fahrgäste

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 02.09.2014

„Die Tarifauseinandersetzung zwischen GDL und DB wird unter billiger Inkaufnahme von Kundentäuschung, Desinformation und gezielter Falschinformation mit einer unglaublichen Arroganz gegenüber allen Betroffenen geführt. Offensichtlich ist der Bahn jedes Mittel recht, um die völlig realitätsferne Haltung ihres Managements wider besseres Wissen aufrecht zu erhalten.“

Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky Behauptungen der DB, die GDL habe im Vorfeld des gestrigen Warnstreiks irreführende Informationen verbreitet und wollte ursprünglich nur den Güterverkehr bestreiken.

Und weiter: „Die GDL muss zur Kenntnis nehmen, dass dieses Management sowohl die eigenen Beschäftigten, als auch die Fahrgäste zum Spielball ihrer Interessen macht. Die Beschäftigten des Zugpersonals werden gezielt in die Ecke gestellt, weil sie es wagen in ihrer freien Entscheidung mit weit überwiegender Mehrheit in der GDL organisiert zu sein. Die anderen Beschäftigten der DB werden gezielt benutzt und dann im Stich gelassen, weil sie vom Management mit Falschinformationen gespickt und anschließend dem berechtigten Zorn der Reisenden ausgesetzt werden.“

Offensichtlich sind dem DB-Management die eigenen Mitarbeiter gerade Recht, manipuliert zu werden und die Kunden sind als Spielmasse auserkoren, um Stimmung gegen die Zugpersonale und die sie vertretende GDL zu machen. Das alles kommt nicht von ungefähr und zeigt die wahre Zielsetzung der Arbeitgeberseite. Sie will unter bewusster Inkaufnahme von Streiks in ihren Eisenbahnverkehrsunternehmen und vorbei an der Realität die GDL tarifpolitisch der EVG unterwerfen, obwohl mehr als 51 Prozent der Zugpersonale in der GDL organisiert sind und die EVG in dem Bereich nur 21 Prozent vertritt.

Die GDL hat nachweisbar 14 Stunden vor dem Warnstreik mit einer Presseinformation alle Medien informiert. Darin stand für jeden eindeutig erkennbar, dass alle Lokomotivführer und Zugbegleiter der DB zum Streik aufgerufen werden. Wir haben Wochenendpendler und Pendler schonen wollen und deshalb den Beginn des Streiks auf 18 Uhr gelegt. Von GDL-Seite hat es weder eine Information gegeben, dass nur der Güterverkehr bestreikt wird, noch dass der angekündigte Warnstreik wegen dem von der DB in Umlauf gebrachten angeblichen Angebot abgesagt wird. Als die unklare Informationslage erkennbar wurde, hat die GDL um 12:55 Uhr erneut eine Pressemitteilung abgesetzt und auf die Absage des angeblichen Angebotes und die Streiks auch im Personenverkehr hingewiesen.

Es war, ist und bleibt die glasklare Informationspolitik der GDL, nicht mit den berechtigten Interessen und dem hohen Informationsbedarf der Reisenden während eines Streikes zu spielen!

„Die GDL verfügt weder über die Mittel, noch über die Ressourcen um die Medien und auch die Reisenden in unserem Lande so gezielt zu manipulieren. Das dies jedoch absichtlich durch die DB so dargestellt und geschickt in die Medienlandschaft eingespielt wurde, ist der Verantwortungslosigkeit und der gezielten Provokation des DB-Managements zuzuschreiben,“ so Weselsky.


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