» DB-Tarifverhandlungen: Altes Angebot – neu erklärt

Mit diesen Worten lässt sich die fünfte Verhandlungsrunde mit der DB am 28. November 2016 in Frankfurt am Main trefflich beschreiben. Die einzige Veränderung zum Angebot vom 17. November war eine Verhandlungsverpflichtung über die gewonnenen Erkenntnisse der betrieblichen Arbeitszeitprojekte, die der Arbeitgeber statt der geforderten Arbeitszeitregelungen durchführen will. ... mehr

Süd-Thüringen-Bahn

Erstes Angebot

Aushang Fakten - GDL Aktuell - 23.01.2014

Die Süd-Thüringen-Bahn (STB) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 22. Januar 2014 in Fulda zunächst noch Vorbehalte gegen die Systematik der Tarifvertragsstruktur. Sie sah keine Notwendigkeit darin, die Rahmentarifverträge für Lokomotivführer und Zugbegleiter zu übernehmen, da sie mit der GDL ja einen Haustarifvertrag abschließen möchte, in dem nicht alle Komponenten identisch sind.

Es ist aber wichtig, die Rahmentarifverträge für Lokomotivführer und Zugbegleiter in das Tarifwerk der STB einzubetten, um bei künftigen Ausschreibungen den Wettbewerb nicht mehr auf Kosten der Arbeitnehmer auszutragen. Beteiligt sich die STB an neuen Ausschreibungen, müssen die Rahmentarifverträge nämlich voll zur Anwendung kommen.

Als Grundlage für die Verhandlungsrunde hatte der Arbeitgeber der GDL ein erstes Angebot zukommen lassen. Darin hatte er beispielsweise schon den Schutzbestimmungen nach traumatischen Ereignissen für Lokomotivführer und den Qualifizierungsregelungen der Rahmentarifverträge zugestimmt. Die GDL hat noch einmal deutlich gemacht, dass es mit ihr nur einen Abschluss in Verbindung mit den Rahmen- sowie den beiden Betreiberwechseltarifverträgen geben wird.

Die STB sicherte zu, dass sie bis zur nächsten Verhandlungsrunde Lösungsvorschläge ausarbeitet, beispielsweise zur Einführung von Arbeitszeitmodellen sowie zur Ausgestaltung und Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit. Beide Seiten sehen zwar noch die eine oder andere Baustelle. Es sind aber viele Punkte vorhanden, in denen Einigkeit besteht. Als nächster Verhandlungstermin wurde der 20. Februar 2014 in Erfurt vereinbart.

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