» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Sanden oder lieber nicht?

Aushang Report - GDL Aktuell - 01.10.2013

Die Unfälle oder kritischen Situationen sind Anlass genug, endlich Klarheit zu schaffen. So hat die GDL „förmlich“ Widerspruch gegen die Allgemeinverfügung beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingelegt, wonach Lokomotivführer dem Fahrdienstleiter Meldung erstatten müssen, wenn sie bei einer Geschwindigkeit unter 25 Stundenkilometer sanden – wohlwissentlich, dass die GDL als Berufsverband nicht widerspruchsberechtigt ist.

Zeitgleich hat sie auch einige Eisenbahnbetriebsleiter von Verkehrsunternehmen aufgefordert, hier im Sinne und zum Schutz ihrer Beschäftigten tätig zu werden und fristgerecht Widerspruch einzulegen. Nunmehr steht fest, die GDL war die Einzige, die sich zum Schutz der Mitarbeiter und der Sicherheit im Allgemeinen eingesetzt hat.

Die GDL ist nicht gegen das Sanden an sich, es muss jedoch in richtigem Maß erfolgen. Liegt zu viel Sand auf den Gleisen, wird der Stromkreis zwischen Radsatz und Schiene unterbrochen, eine Besetztmeldung des Gleises beim Fahrdienstleiter unterbleibt, was nachweislich schon zu mehreren kritischen Situationen, sogar zu einem Unfall, geführt hat.

Die GDL fordert deshalb unter anderem den Einsatz von technischen Hilfsmitteln bei den Fahrzeugen für den dosierten Einsatz von Sand, beispielsweise einen „Sandfloh“. Dieser würde ein dosiertes Sandstreuen beim Bremsen und Anfahren ermöglichen. Er erhöht bei einem Schmierfilm auf den Gleisen bei beginnendem Nieselregen oder auch bei Laubfall den Reibwert zwischen Schiene und Rad. Aufgrund des gezielten Unterstützens wird so der Stromkreis nicht unterbrochen und die Besetztmeldung erfolgt.

In keinem Fall darf die Verantwortung im Gefahrenfall, in der Stress eintreten kann, auf die Lokomotivführer/Fahrdienstleiter verlagert werden. Daher ist die GDL erneut mit dem EBA in Kontakt getreten, um auf eine Veränderung zu drängen.

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