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Liebe Kolleginnen und Kollegen, „es ist höchste Zeit, konsequent umzusteuern: Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg“. Diese Maxime gibt Herr Grube nach nunmehr über sechs Jahren als DB-Vorstandsvorsitzender aus. ... mehr

Usedomer Bäderbahn

Arbeitgeberwillkür und Lohndumping

Aushang Report - GDL Aktuell - 15.07.2013

Völlig abwegig war die Haltung der Usedomer Bäderbahn (UBB) in den Tarifverhandlungen am 10. Juli 2013 in Frankfurt am Main. Weil sie die Vorpommernbahn GmbH (VB) gründen und angeblich alle Lokomotivführer dahin überstellen will, sollen der Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) und der LfTV nicht für die Lokomotivführer zur Anwendung kommen.

Dies widerspricht nicht nur dem Tarifabschluss vom April 2011, sondern nach den erfolgreichen Streiks auch der Zusage zum Wiedereinstieg in die Verhandlungen vom April 2013. Einmal ganz davon abgesehen was der gesunde Menschenverstand zu solchem Vorgehen sagt, kommt hier klar zum Vorschein: Die UBB-Geschäftsführung will keine Einigung, sondern macht sich ihre heile Welt zurecht. Wer seine Beschäftigten derart verlädt, sich von den eigenen Zusagen wieder verabschiedet und glaubt, in Gutsherrenmanier so mit den Lokomotivführern umspringen zu können, der hat die Rechnung ohne die GDL gemacht. In der VB ist noch nicht ein Arbeitnehmer beschäftigt, aber hierfür wird schon eine tarifliche Scheinlösung angeboten.

Der Arbeitgeber will den UBB-Billigtarif erhalten und möchte auch weiter die Beschäftigten gegeneinander ausspielen, denn ansonsten hätte er nicht mit solchem Nachdruck, aber stets ohne sachliche Begründung die Tarifierung des BuRa-LfTV und des LfTV abgelehnt.

Damit hat er das Scheitern der Tarifverhandlung provoziert und somit sind Arbeitskämpfe in der Urlaubssaison vorprogrammiert. Die Verantwortung hierfür liegt allein bei der UBB, denn offensichtlich sind sowohl die wirtschaftlichen Ergebnisse als auch die Bedürfnisse der Reisenden die schönste Nebensache der Welt. Lohndumping soll dauerhaft erhalten bleiben und das auf dem Rücken der GDL-Mitglieder – nicht mit der GDL!

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