» Auch in Zukunft unseren Flächentarifvertrag in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen durchsetzen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Bundesverfassungsgericht hat das Tarifeinheitsgesetz (TEG) zwar nicht in Bausch und Bogen abgelehnt. Es hat jedoch klargestellt, dass Zwangstarifeinheit nicht mit der Verfassung vereinbar ist. Die Koalitionsfreiheit und das Arbeitskampfrecht von Berufsgewerkschaften werden nicht eingeschränkt. ... mehr

Deutsche Bahn

ZukunftTV – Sackgasse ohne Ergebnis

Aushang Fakten - GDL Aktuell - 02.10.2013

Keine Annäherung der weit auseinander liegenden Positionen konnten die GDL und der Arbeitgeberverband MoVe in den Tarifverhandlungen zum ZukunftTV am 30. September 2013 in Berlin erzielen. Das Scheitern der Verhandlungen ist in einer solchen Situation vorprogrammiert.

Im Tarifabschluss vom April 2011 wurde jedoch für diesen Fall vereinbart, dass eine „Vermittlung durch einen Dritten“ erfolgen soll. Nach acht Runden ohne inhaltliche Annäherung hat die GDL die Reißleine gezogen. Es macht keinen Sinn, in dieser Konstellation weiter zu verhandeln und an ein positives Ergebnis für die schutzwürdigen Interessen der Mitglieder zu glauben. Der Arbeitgeber hat die Forderungen der GDL bisher ignoriert. Er will mit Hilfe des Demografietarifvertrags die „Alleinherrschaft“ über die Lokomotivführer behalten und damit den allseits bekannten Personalmangel auf dem Rücken der GDL-Mitglieder preiswert lösen.

Diesem Begehren haben wir eine klare Absage erteilt!

Im Vermittlungsverfahren soll bis zum 22. November 2013 versucht werden, eine Lösung des Konfliktes zu erreichen. Bis zum Ende des Verfahrens gilt die Zusage des Arbeitgebers, Lokomotivführer, die den Abschluss des Neuorientierungsvertrags nach dem Demografietarifvertrag ablehnen, nicht zu kündigen.

Dauerhafte Sicherheit und Schutz der Interessen der Lokomotivführer gibt es jedoch erst mit der Umsetzung der GDL- Forderungen im ZukunftTV. Gelingt dies nicht, droht das Scheitern der Tarifverhandlungen und das bedeutet keine tarifierten Schutzbestimmungen für unsere Lokomotivführer.

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